Diaphragma (Empfängnisverhütung) – Wikipedia

Diaphragma (Empfängnisverhütung)

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Der Begriff Pessar kann sich auch auf Intrauterinpessare (Spirale) beziehen..

Ein Diaphragma (griech. diaphragma, διάφραγμα, Zwischenwand; beachte Plural: Diaphragmata) oder Scheidenpessar (lat. pessulum, Riegel) ist ein mechanisches Mittel zur Empfängnisverhütung, das durch Verschluss des Muttermundes das Eindringen von Spermien in die Gebärmutter verhindert.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Anwendung

schematische Zeichnung einer Portiokappe

Diaphragmata zur Empfängnisverhütung sind weiche, schalenförmige Kappen aus Latex oder Silikon mit einer eingearbeiteten Metallfeder. Sie werden vor dem Geschlechtsverkehr so in die Scheide der Frau eingelegt, dass sie zwischen dem zervikalen Ende der Scheide und dem Schambein sitzen und dadurch den Muttermund vollständig verschließen. Die passende Größe des Diaphragmas muss durch einen Gynäkologen bestimmt werden und beträgt etwa 50-60 mm Durchmesser.

Eine ausreichende empfängnisverhütende Wirkung wird nur erreicht, wenn gleichzeitg Spermizide verwendet werden und das Diaphragma nicht früher als acht Stunden nach dem Geschlechtsverkehr wieder entfernt wird. Längere Verweilzeiten als 24 Stunden sollten jedoch vermieden werden (Entzündungsgefahr).

Pessare schützen nicht vor sexuell übertragbaren Erkrankungen.

[Bearbeiten] Verhütungssicherheit

Der Pearl-Index des Diaphragmas liegt je nach Studie zwischen 1 und 20.[1] Die Anwendung eines Diaphragmas zur erfolgreichen Empfängnisverhütung erfordert Erfahrung und Disziplin seitens der Frau.

[Bearbeiten] Therapiemittel zur Stützung der Gebärmutter

Pessare können auch bei krankhafter Lageveränderung der Gebärmutter oder zur Stützung der vorfallenden Gebärmutter dienen und wurden bereits sehr früh zur Therapie dieser Krankheitsbilder eingesetzt. Aus archäologischen Ausgrabungen vor- und frühgeschichtlicher Frauenbestattungen liegen eine größere Anzahl von ringförmigen Objekte aus Keramik bzw. Metall vor, die in der unteren Beckengegend gefunden wurden und von Archäologen und Paläopathologen als Pessare gedeutet werden.[2]

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. http://www.profamilia.de/article/show/9106.html
  2. Joachim Wahl: Karies, Kampf und Schädelkult. 150 Jahre anthropologische Forschung in Südwestdeutschland. Materialhefte zur Archäologie in Baden-Württemberg 79. Theiss, Stsuttgart 2007. ISBN 3-8062-2132-4

[Bearbeiten] Weblinks

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