Mariatroster Erklärung – Wikipedia

Mariatroster Erklärung

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Die Mariatroster Erklärung ist die Stellungnahme der Österreichischen Bischofskonferenz im Jahr 1968 zur Enzyklika Humanae Vitae.

Kardinal Franz König wird als Federführer dieses umstrittenen Dokumentes gesehen. Demonstrativ wird darin betont, dass die Aussagen der Enzyklika nicht allgemein bindend sind, sondern dass die letzte Entscheidungskompetenz aus der Befragung des gebildeten Gewissens hervorgeht. Die Erklärung wurde von traditionellen Katholiken als Verrat an Papst Paul VI. gesehen.

Tatsächlich hat sich die breite Masse der Katholiken nicht nach den Weisungen von Humanae Vitae lenken lassen. 1988 wurde auf einem Moraltheologenkongress im Vatikan davon gesprochen, dass an die 80 Prozent der katholischen Eheleute, 70 Prozent der Beichtväter und 90 Prozent der Moraltheologen die Sexualmoral der Kirche ablehnen.

Seit einigen Jahren leiten die Schriften des Papstes Johannes Paul II. über die Theologie des Leibes eine Art Wiederentdeckung der katholischen Sexualmoral ein. Von großer Bedeutung hierfür ist die Neuerscheinung: Man and Woman He Created Them. A Theology of the Body (Pauline Books) von Prof. Dr. Michael M. Waldstein aus dem Italienischen ins Englische übersetzt und herausgegeben.

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