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Diese Tabelle listet die Mitglieder des Schweizerischen Bundesrates seit 1848 auf.
Die folgende Tabelle zeigt die Amtszeiten der schweizerischen Bundesräte. Deren Parteizugehörigkeit wird durch die Hintergrundfarbe dargestellt. Dabei bedeuten:
Seit der Gründung des modernen schweizerischen Bundesstaates im Jahre 1848 waren insgesamt 109 Bundesräte 1113 Jahre (2007 - 1848 = 159 * 7) lang im Amt. Durchschnittlich war also ein Bundesrat über zehn Jahre (genau: 1113 Amtsjahre / 109 Bundesräte = 10.21 Jahre) im Amt. Dies führt zu einer grossen Kontinuität der Regierung und trägt zur im internationalen Vergleich sehr hohen Stabilität des politischen Systems der Schweiz bei.
[Bearbeiten] Parteien der Bundesräte
[Bearbeiten] Längste Amtsdauer
[Bearbeiten] Kürzeste Amtsdauer
| Jahre |
Name |
| 1 |
Louis Perrier, Rudolf Friedrich |
| 2 |
Gustave Ador, Jean Bourgknecht, Max Weber, Victor Ruffy |
| 3 |
Eugène Borel, Joachim Heer, Josef Anton Schobinger |
| 4 |
Alphons Egli, Elisabeth Kopp, Josef Escher, Ruth Metzler-Arnold, Christoph Blocher |
| 5 |
Ernst Wetter, Fridolin Anderwert, Fritz Honegger, Giuseppe Lepori
Hermann Obrecht, Paul Cérésole, René Felber, Thomas Holenstein |
[Bearbeiten] Alter bei der Wahl
[Bearbeiten] Alter bei Rücktritt, Nichtwiederwahl oder Tod im Amt
| Alter |
Name |
| 81 |
Adolf Deucher |
| 75 |
Robert Comtesse |
| 74 |
Giovanni Battista Pioda, Gustave Ador, Josef Zemp |
| 73 |
Wilhelm Matthias Naeff |
| 72 |
Karl Schenk
Ludwig Forrer |
| 71 |
Eduard Müller, Ernest Chuard, Simeon Bavier |
| 70 |
Arthur Hoffmann, Eduard von Steiger, Pierre Graber |
| … |
… |
| 50 |
Adrien Lachenal, Jakob Dubs |
| 48 |
Constant Fornerod, Numa Droz |
| 46 |
Victor Ruffy |
| 43 |
Jakob Stämpfli, Paul Cérésole, Ulrich Ochsenbein |
| 40 |
Eugène Borel, Ruth Metzler-Arnold |
[Bearbeiten] Jahre vom Rücktritt bis zum Tod
[Bearbeiten] Bundesräte mit der längsten Lebensdauer
[Bearbeiten] Frauen im Bundesrat
[Bearbeiten] Nicht wiedergewählte Bundesräte
Normalerweise werden Bundesräte ersetzt, wenn sie von sich aus zurücktreten. Eine Nichtwiederwahl des erneut kandidierenden Amtsinhabers zu Beginn einer Legislatur ist in der Geschichte der Eidgenossenschaft erst viermal vorgekommen
| Name |
Partei |
Jahr der Nichtwiederwahl |
Erläuterung |
| Ulrich Ochsenbein |
FDP |
1854 |
wird von einer Allianz aus Radikalen und Konservativen aus dem Amt gedrängt. |
| Jean-Jacques Challet-Venel |
FDP |
1872 |
lehnt die Revision der Schweizer Bundesverfassung von 1848 ab und wird deshalb von den deutschschweizer Freisinnigen nicht mehr unterstützt. |
| Ruth Metzler-Arnold |
CVP |
2003 |
verliert durch die Änderung der Zauberformel den Bundesratssitz. Der Sitz geht über zur SVP, vertreten durch Christoph Blocher. |
| Christoph Blocher |
SVP |
2007 |
wurde von den linken Fraktionen, der CVP-EVP-GLP-Fraktion und einigen Freisinnigen nicht (mehr) unterstützt. Als Gründe wurden sein politischer Stil und seine Rolle in der Partei genannt. An seiner Stelle wurde seine Parteikollegin Eveline Widmer-Schlumpf gewählt. |
- Gustave Ador
- Fridolin Anderwert
- Pierre Aubert
- Johannes Baumann
- Simeon Bavier
- Christoph Blocher
- Roger Bonvin
- Eugène Borel
- Jean Bourgknecht
- Ernst Brenner
- Ernst Brugger
- Felix-Louis Calonder
- Enrico Celio
- Nello Celio
- Paul Cérésole
- Jean-Jacques Challet-Venel
- Paul Chaudet
- Georges-André Chevallaz
- Ernest Chuard
- Robert Comtesse
- Flavio Cotti
- Pascal Couchepin
- Camille Decoppet
- Joseph Deiss
- Jean-Pascal Delamuraz
- Adolf Deucher
- Ruth Dreifuss
- Numa Droz
- Daniel Henri Druey
- Jakob Dubs
- Alphons Egli
- Josef Escher
- Philipp Etter
- René Felber
- Markus Feldmann
- Constant Fornerod
- Ludwig Forrer
- Kurt Furgler
- Stefano Franscini
- Emil Frey
- Friedrich Frey-Herosé
- Rudolf Friedrich
- Jonas Furrer
- Rudolf Gnägi
- Pierre Graber
- Robert Haab
- Heinrich Häberlin
- Bernhard Hammer
- Walter Hauser
- Wilhelm Friedrich Hertenstein
- Joachim Heer
- Arthur Hoffmann
- Thomas Holenstein
- Fritz Honegger
- Hans Hürlimann
- Josef Martin Knüsel
- Karl Kobelt
- Arnold Koller
- Elisabeth Kopp
- Adrien Lachenal
- Giuseppe Lepori
- Moritz Leuenberger
- Doris Leuthard
- Hans-Rudolf Merz
- Ruth Metzler-Arnold
- Albert Meyer
- Rudolf Minger
- Ludwig von Moos
- Giuseppe Motta
- Eduard Müller
- Josef Munzinger
- Jean-Marie Musy
- Wilhelm Matthias Naeff
- Ernst Nobs
- Hermann Obrecht
- Ulrich Ochsenbein
- Adolf Ogi
- Louis Perrier
- Max Petitpierre
- Marcel Pilet-Golaz
- Giovanni Battista Pioda
- Micheline Calmy-Rey
- Willy Ritschard
- Rodolphe Rubattel
- Marc-Emile Ruchet
- Louis Ruchonnet
- Eugène Ruffy
- Victor Ruffy
- Hans Schaffner
- Karl Schenk
- Josef Anton Schobinger
- Johann Jakob Scherer
- Karl Scheurer
- Leon Schlumpf
- Samuel Schmid
- Edmund Schulthess
- Willy Spühler
- Eduard von Steiger
- Kaspar Villiger
- Friedrich Traugott Wahlen
- Max Weber
- Emil Welti
- Ernst Wetter
- Eveline Widmer-Schlumpf
- Josef Zemp
Ausführliche Dokumentation aller Bundesräte und deren Wahlen (pdf)
[Bearbeiten] Anmerkungen & Einzelnachweise
- ↑ Die Bundesräte werden von der Bundesversammlung für vier Jahre gewählt und normalerweise wiedergewählt. Wenn der Vorgänger im Amt verstorben ist, ist dies das Datum der Wahl, sonst der erste Tag im Amt.
- ↑ a b c d Nicht wiedergewählt
- ↑ Johann Jakob Stehlin (1803–1879, BS) nahm die Wahl nicht ab
- ↑ Charles Estoppey (1820–1888, VD) nahm die Wahl am 18. Dezember nicht an. Acht Tage zuvor hatte auch Louis Ruchonnet abgelehnt; letzterer wurde dann aber 1881 gewählt.
- ↑ Karl Hoffmann (1820–1895, SG) nahm die Wahl am 22. Februar 1881 nicht an
- ↑ Ab 1959 galt die Zauberformel zur Parteizusammensetzung: FDP 2, CVP 2, SP 2, SVP 1
- ↑ Francis Matthey (1941-, NE) nahm die Wahl am 3. März 1993 nicht an
- ↑ Neue Parteienzusammensetzung: FDP 2, SP 2, SVP (seit Sommer 2008 BDP) 2, CVP 1
- ↑ a b c Nach den Bundesratswahlen 2007, bei welchen Christoph Blocher nicht wieder gewählt wurde und stattdessen Eveline Widmer-Schlumpf gewählt wurde, schloss die SVP Widmer-Schlumpf mitsamt ihrer Kantonalsektion, der SVP Graubünden, nun BDP Graubünden, aus der SVP Schweiz aus. Daraufhin kam es zur Spaltung der SVP, im Kanton Bern wurde die BDP Bern gegründet, der sich die SVP-Sektion Rüti anschloss, in welcher wiederum Samuel Schmid Mitglied ist. Er bekräftigte, neu Mitglied der BDP sein zu wollen. Diese Kantonalparteien stellen Sektionen der BDP Schweiz dar. Als Stichtage des Parteiübertritts gelten: Bei Widmer-Schlumpf der 16. Juni 2008, als die SVP Graubünden den Ausschluss akzeptierte und sich in BPS Graubünden umbenannte. Bei Schmid der 5. Juli 2008, als seine SVP-Ortssektion, die SVP Rüti, der BDP Bern beitrat.