Lafarge (Unternehmen)
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| Lafarge |
|
|---|---|
| Unternehmensform | Aktiengesellschaft |
| Gegründet | 1833 |
| Hauptsitz | Paris, Frankreich |
| CEO | Bruno Lafont |
| Produkte | Baustoffe |
| Umsatz | 17,6 Mrd. Euro (2007) |
| Mitarbeiter | 90.000 |
| Website | www.lafarge.com |
Lafarge SA ist ein weltweit tätiges Unternehmen mit Sitz in Paris, Frankreich. Lafarge ist der führende Baustoffhersteller der Welt. In Deutschland sind die Hauptverwaltungen der operativen Gesellschaften in Oberursel ansässig.
Die Gruppe ist in Geschäftsbereiche (Divisionen) gegliedert: Zement, Beton & Zuschlagstoffe und Gips. Sie ist in mehr als 80 Ländern präsent. 2007 betrug der Umsatz 17,6 Milliarden €, davon 54 % mit Zement, 37 % mit Beton und 9 % mit Gips. Die Gruppe beschäftigt weltweit ca. 88.000 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Lafarge ist an der Börse in Paris (Euronext) gelistet. Die ISIN-Wertpapierkennnummer lautet FR0000120537.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Unternehmen wurde 1833 von Léon Pavin de Lafarge gegründet. Sie baute feuerfeste Steine in einem Steinbruch an der Ardèche ab. 1864 liefert Lafarge 110.000 Tonnen Kalkstein zum Bau des Suez-Kanals.
Im Jahr 1931 erweitert Lafarge seine Tätigkeit um den Geschäftsbereich Gips. Acht Jahre später ist Lafarge der größte Zementhersteller Frankreichs. Das Unternehmen errichtet 1956 sein erstes Zementwerk in den USA und gründet Lafarge Cement of North America.
1980 findet die Fusion mit der belgischen Coppée statt, neuer Name ist Lafarge Coppée. 1994 erfolgt die Gründung erster Geschäftsaktivitäten in China. Drei Jahre später steigt Lafarge mit der Übernahme der britischen Redland in das Geschäft mit Dachbaustoffen ein. Im Jahr 2000 schließt das Unternehmen mit der Naturschutzorganisation WWF eine Partnerschaft und startet ein weltweites CO2-Klimaschutzprogramm.
Am 12. Juli 2001 wird Lafarge mit der Akquisition von Blue Circle Industries der größte Zementhersteller weltweit. Die Unternehmensleitung beschließt am 29. Juni 2004 eine Verdoppelung der Produktionskapazität ihres Werkes in Dujiangyan auf 2,4 Mio. Tonnen pro Jahr. Am 11. August 2005 wird mit der Shui On Construction, einem chinesischen Zementhersteller, ein Partnerschaftsvertrag unterschrieben und die Lafarge Shui On Cement gegründet. Im November 2005 akquiriert das Unternehmen einen Wettbewerber im Südwesten Chinas und kündigt weitere Investitionen an mit dem Ziel eine jährliche Produktionskapazität von 21 Millionen Tonnen Zement zu erlangen. Damit gehört das Joint Venture zu den drei größten Zementherstellern in China.
2004 wurde gegen Lafarge auf Grund der Beteiligung am Zementkartell ein Bußgeld in Höhe von 86 Mio. Euro verhängt. Das Unternehmen legte dagegen Widerspruch ein.
Bruno Lafont wird am 1. Januar 2006 zum neuen CEO von Lafarge berufen. Gemeinsam mit der École des Ponts und École Polytechnique gründete Lafarge am 22. März des selben Jahres den weltweit ersten Lehrstuhl für nachhaltige Konstruktion im Fachbereich Materialwissenschaften. PAI partners und Lafarge geben am 1. März 2007 bekannt, dass sie den Verkauf des Geschäftsbereichs Dachbaustoffe, Lafarge Roofing, an PAI partners für einen Betrag von 2,4 Milliarden Euro abgeschlossen haben. Neben PAI partners hält Lafarge einen Anteil von 35 Prozent an dem neuen Unternehmen, das sich seit Jahresanfang 2008 Monier nennt.
Lafarge übernimmt am 23. Januar 2008 für 8,8 Milliarden Euro das ägyptische Unternehmen Orascom Cement, den führenden Zementhersteller im Mittleren Osten und den nordafrikanischen Mittelmeeranrainerstaaten.
[Bearbeiten] Die Gruppe
Die Lafarge-Gruppe betreibt weltweit über 1.900 Werke und Produktionsstätten. Von 1997 bis 2006 haben sich Umsatz, Betriebsergebnis und Belegschaft der Gruppe verdoppelt.
Lafarge betreibt weltweit ein Netzwerk von Forschungs- und Entwicklungseinrichtungen mit insgesamt 500 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern. Mit führenden Universitäten und Forschungseinrichtungen in den USA, Frankreich und der Schweiz bestehen Kooperationsvorhaben.
Das Unternehmen legt auf eine nachhaltige Entwicklung großen Wert. Neben einer globalen Partnerschaft mit der Naturschutzorganisation WWF hat die Gruppe globale Partnerschaften mit CARE und Habitat for Humanity, geschlossen. Lafarge ist weiterhin Mitglied in der Global Business Coalition on HIV/AIDS und im World Business Council for Sustainable Development (WBCSD) für nachhaltige Entwicklung. Seit 2005 ist die Gruppe durchgängig in die Liste der Global 100 aufgenommen, die die weltweit 100 nachhaltigsten Unternehmen aufgenommen und zur Zeit der einzige Baustoffhersteller n diesem Verzeichnis.
[Bearbeiten] Weblinks
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