Intrauterinpessar – Wikipedia

Intrauterinpessar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche

Unter einem Intrauterinpessar (lat. intra, innerhalb; uterus, Gebärmutter), umgangssprachlich auch Spirale, versteht man ein Medizinprodukt zur Empfängnisverhütung, das in die Gebärmutter der Frau eingesetzt wird. Man unterscheidet nach dem Wirkprinzip zwischen der hier behandelten Kupferspirale und der Hormonspirale. Eine moderne Variante der Kupferspirale ist die Kupferkette (GyneFix).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Wirkprinzip

kupferhaltiges Intrauterinpessar

Die Kupferspirale besteht aus einem mit feinem Kupferdraht oder einer Kupfer-Gold-Legierung umwickelten Plastik-Gebilde in Form eines T.

Die Wirkung der Kupferspirale beruht primär auf Oligodynamie, also der toxischen und inhibierenden Wirkung von Kupferionen auf Spermien und Eizellen, so dass eine Befruchtung effektiv verhindert wird. Kupferionen setzen dabei sowohl Beweglichkeit als auch Lebensdauer der Keimzellen herab. Darüber hinaus verursacht die Spirale als Fremdkörper eine sterile Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut, so dass deren veränderte Beschaffenheit und die von ihr produzierten cytotoxischen Enzyme eine Nidation verhindern.[1]

Die Wirkung des Kupfers ist lokal begrenzt auf Gebärmutter, Eileiter und Zervix. Erhöhte Serumkonzentrationen an Kupfer werden nicht gefunden.

[Bearbeiten] Anwendung

Das Einsetzen der Spirale wird von einem Gynäkologen durchgeführt und erfolgt meist während der Menstruation, da der Gebärmutterhals zu dieser Zeit natürlicherweise etwas geöffnet ist. Er wird mit Hegarstiften geweitet und die Spirale in die Gebärmutter eingeführt. Danach wird der Sitz der Spirale mittels Ultraschall überprüft.

Eine Kupferspirale kann bis zu fünf Jahre ununterbrochen angewendet werden und anschließend direkt durch ein neues Exemplar ersetzt werden. Nach dem Entfernen der Kupferspirale ist die Frau regelhaft im nächsten Zyklus wieder fruchtbar.

Frauen, die eine Spirale tragen, haben gegenüber Frauen ohne Spirale kein erhöhtes Infektionsrisiko. Auch junge Frauen, die noch nicht geboren haben, können die Spirale anwenden. Die von veralteten kupferfreien Spiralen bekannte Erhöhung der Wahrscheinlichkeit ektopischer Schwangerschaften ist bei der Kupferspirale nicht gegeben; das Wirkprinzip verhindert auch extrauterine Schwangerschaften.[1] Die Spirale kann auch direkt nach einem Schwangerschaftsabbruch oder einem Spontanabort eingesetzt werden.

[Bearbeiten] Sicherheit

Die Kupferspirale ist ein sehr sicheres Mittel zur Empfängnisverhütung. Insbesondere die Tatsache, dass keinerlei Interaktion seitens der Frau oder ihres Partners erforderlich ist, vermeidet Anwendungsfehler, welche die Hauptursache des Versagens der meisten Verhütungsmittel darstellen.

Der Pearl-Index der Kupferspirale beträgt etwa 0,9 - 3, der einer Gold-Kupfer-Spirale etwa 0,5 - 1,0. Die moderne Variante der Kupferkette (GyneFix), die ebenfalls auf dem Wirkprinzip der Kupferspirale beruht, weist einen noch besseren Pearl-Index von nur 0,1 - 0,3 auf.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Gillian Dean, Alisa B Goldberg. 2008, Intrauterine contraception Uptodate.com

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Gesundheitshinweis
Bitte beachten Sie den Hinweis zu Gesundheitsthemen!
Persönliche Werkzeuge
Cool lyrycs look Best Bass Guitar Forum Join Now! Nowe Forum licealistw Nowy seo katalog stron dodaj swj adres! Pisanie prac prace magisterskie prace licencjackie - Nie-boska komedia streszczenie - Pozytywizm - Cierpienia młodego Wertera - W pustyni i w puszczy gotowanie parapety granitowe Oleje rock lyrics garaże