Hormonspirale
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Die Hormonspirale ist ein Gestagen abgebendes Intrauterinpessar (IUP), das primär zur Empfängnisverhütung eingesetzt wird, aber auch der Behandlung übermäßiger Menstruationsblutungen sowie dem Schutz vor einem übermäßigen Aufbau der Gebärmutterschleimhaut während einer Östrogen-Ersatztherapie in den Wechseljahren dienen kann.
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[Bearbeiten] Funktionsweise
Die Hormonspirale besteht aus einem etwa 3 cm langen T-förmigen Kunststoffkörper, der nach der Einlage in die Gebärmutter das Gestagen Levonorgestrel abgibt.
Die T-Form des Kunststoffkörpers ermöglicht eine Anpassung an die Form der Gebärmutter. Der Wirkstoff befindet sich in einem zylinderförmigen Reservoir am senkrechten Teil des Kunststoffkörpers und wird in konstanter, sehr kleiner Menge (20 µg in 24 h) an den Körper abgegeben. Am unteren Ende des IUP befindet sich eine Öse, an der die Kontrollfäden befestigt sind, die die Patientin selber ertasten kann. Sowohl der Kunststoffkörper mit seiner speziellen T-Form als auch das Hormon Levonorgestrel verhindern eine Schwangerschaft, und zwar auf folgende Weise:
- Der Schleim im Gebärmutterhals wird durch Levonorgestrel dickflüssig und damit undurchlässiger für die Spermien.
- Die Beweglichkeit der Spermien, die den Gebärmutterhals dennoch passieren, wird gehemmt.
- Durch lokale Einwirkung des IUP auf die Gebärmutterschleimhaut werden die Bedingungen für die Einnistung der befruchteten Eizelle erschwert.
- Eireifung und Eisprung werden beeinflusst und bei einem Teil der Frauen unterdrückt.
- Der Aufbau der Gebärmutterschleimhaut wird verringert (infolge auch der menstruelle Blutfluss).
Die Hormonspirale wird von einem Arzt eingelegt, die Kosten betragen etwa 280 bis 350 Euro.[1][2]
[Bearbeiten] Unerwünschte Wirkungen
Mögliche Komplikationen der Hormonspirale sind Ausstoßungen in den ersten beiden Anwendungsmonaten (6-7%), Verrutschen der Spirale (wodurch der Empfängnisschutz vermindert werden kann), Verletzungsrisiko beim Einsetzen der Spirale und verstärkter Menstruationsschmerz. Es kann zu Nebenwirkungen wie Kopfschmerzen, verringerter Libido, Spannungsgefühl in den Brüsten, Akne, Blutungsunregelmäßigkeiten, Schmierblutungen, Gewichtszunahme, Wasseransammlungen im Gewebe, Verstimmungen und Depressionen kommen.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Empfängnisverhütung
- Intrauterinpessar (Kupferspirale)
- Antibabypille
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Schwanger-info.de - Verhütungsmethoden, Hormonspirale: Das unabhängige Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
- ↑ frauenaerzte-im-netz.de: Hormonspirale
[Bearbeiten] Weblinks
- Schwanger-info.de - Verhütungsmethoden, Hormonspirale: Das unabhängige Informationsangebot der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA)
- Geänderte Risikoinformationen zu der Hormonspirale Mirena® der Arzneimittelkommission der deutschen Ärzteschaft (AkdÄ) von Juni 2007
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