GyneFix – Wikipedia

GyneFix

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Handelsname GyneFix, ist ein Intrauterinpessar (lat. intra, innerhalb; uterus, Gebärmutter), also ein Medizinprodukt zur Empfängnisverhütung, das in die Gebärmutter eingesetzt wird. Es besteht aus kleinen Kupferzylindern, die an einem Kunststofffaden aufgereiht sind. Produziert und vertrieben wird GyneFix von dem belgischen Hersteller Contrel.

[Bearbeiten] Wirkprinzip

Das am häufigsten angewandte Modell GyneFix 200 enthält vier an einem Faden aufgereihte Kupferzylinder und hat eine Länge von insgesamt etwa 2 cm. Die Kupferkette enthält im Gegensatz zu klassischen Intrauterinpessaren keinen festen Kunststoff-Grundkörper und wird daher auch als rahmenloses Intrauterinpessar bezeichnet.

Die Wirkung der Kupferkette beruht primär auf der toxischen und inhibierenden Wirkung von Kupferionen auf Spermien und Eizellen, so dass eine Befruchtung effektiv verhindert wird. Kupferionen setzen dabei sowohl Beweglichkeit als auch Lebensdauer der Keimzellen herab. Darüber hinaus verursacht das Intrauterinpessar als Fremdkörper eine sterile Entzündungsreaktion der Gebärmutterschleimhaut, so dass deren veränderte Beschaffenheit und die von ihr produzierten cytotoxischen Enzyme eine Nidation verhindern.[1]

Die Wirkung des Kupfers ist lokal begrenzt auf Gebärmutter, Eileiter und Zervix. Erhöhte Serumkonzentrationen an Kupfer werden nicht gefunden.

[Bearbeiten] Anwendung

Die Kupferkette wird von einem Gynäkologen in die Gebärmutter eingesetzt und der Kunststofffaden im Gebärmuttermuskel der Frau fixiert, so dass ein Ausstoßen oder Verrutschen verhindert wird. Danach wird der Sitz der Kupferkette mittels Ultraschall überprüft.

Eine Kupferkette kann bis zu fünf Jahre ununterbrochen angewendet werden und anschließend direkt durch ein neues Exemplar ersetzt werden. Nach dem Entfernen der Kupferkette ist die Frau regelhaft im nächsten Zyklus wieder fruchtbar.

Frauen, die eine Kupferkette tragen, haben gegenüber Frauen ohne dieses Intrauterinpessar kein erhöhtes Infektionsrisiko. Auch junge Frauen, die noch nicht geboren haben, können die Kupferkette anwenden. Die von veralteten kupferfreien Spiralen bekannte Erhöhung der Wahrscheinlichkeit ektopischer Schwangerschaften ist bei der Kupferkette nicht gegeben; das Wirkprinzip verhindert auch extrauterine Schwangerschaften.[1] Die Kupferkette kann auch direkt nach einem Schwangerschaftsabbruch oder einem Spontanabort eingesetzt werden.

[Bearbeiten] Sicherheit

Die Kupferkette ist ein sehr sicheres Mittel zur Empfängnisverhütung. Insbesondere die Tatsache, dass keinerlei Interaktion seitens der Frau erforderlich ist, vermeidet Anwendungsfehler, welche die Hauptursache des Versagens der meisten Verhütungsmittel darstellen.

Der Pearl-Index der Kupferkette beträgt etwa 0,1 - 0,3.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b Gillian Dean, Alisa B Goldberg. 2008, Intrauterine contraception Uptodate.com

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

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