Keilmesser
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Keilmesser oder auch Faustkeilmesser oder Faustkeilschaber werden Werkzeuge des ausgehenden Altpaläolithikum und des beginnenden Mittelpaläolithikum genannt, typischerweise des Micoquien (etwa 130.000 bis 70.000 v. Chr.). Sie sind eine Unterform der Faustkeile mit nur einer schneidenden Kante. Sie weisen eine lange Schneide auf, die gegenüberliegende Seite ist stumpf und diente als Griff. Keilmesser sind im allgemeinen kleiner als Faustkeile. Es werden mehrere Formen unterschieden:
- Bocksteinmesser: mit dreieckigem Umriss, geradem Rücken und ebensolcher Schneide
- Pradnikmesser: mit geknicktem Rücken, die Schneide scheint oft nachgeschärft
- Typ Klausennische: nur im Schneiden- und Spitzenbereich beidseitig retuschiert mit stumpfem Rücken
Verbreitet finden sich Keilmesser vor allem in Mittel- und Osteuropa, seltener in Westeuropa. In Frankreich werden sie als Micoquien-Messer bezeichnet, in Osteuropa als Pradnik-Messer.
[Bearbeiten] Literatur
- Emil Hoffmann: Lexikon der Steinzeit. Beck, München 1999, ISBN 3-406-42125-3.

