Exklusivismus
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Der Exklusivismus ist die Vorstellung, dass der eigene Glaube, der einzig wahre und richtige sei und andere Glaubensrichtungen keinen Anteil an der Wahrheit oder zumindest an heilsentscheidenden Wahrheiten hätten.
Beispielhaft für diese Haltung ist die lange Zeit in der katholischen Kirche vorherrschende Lehre Extra ecclesiam nulla salus (außerhalb der Kirche kein Heil).
Überwunden wurde diese Position in der katholischen Kirche durch die vom zweiten Vatikanischen Konzil herausgegebene Erklärung Nostra Aetate, die eine inklusivistische Position im Verhältnis zu anderen Religionen widerspiegelt. Demnach liegt das Heil einzig in Jesus Christus, der jedoch gegebenenfalls auch Nicht-Christen erlösen und ihnen das Heil schenken kann.
[Bearbeiten] Literatur
- Reinhold Bernhardt: Ende des Dialogs? Die Begegnung der Religionen und ihre theologische Reflexion. (Beiträge zu einer Theologie der Religionen 2), Zürich 2006
- John Hick et al.: Four Views on Salvation in a Pluralistic World, Zondervan Pub. House: Grand Rapids, 1996, ISBN 0310212766 Kontradiktorische Behandlung von exklusiver, inklusiver und pluralistischer Sicht.
Siehe auch: Religionstheologischer Pluralismus, Inklusivismus, Absolutheitsanspruch, Interiorismus

