Europäische Zwergstaaten – Wikipedia

Europäische Zwergstaaten

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Europäische Zwergstaaten

Die europäischen Zwergstaaten sind unabhängige Staaten mit sehr kleiner Fläche (unter 500 km²) in Europa. Der Begriff „Zwergstaat“ ist von dem der „Mikronation“ zu unterscheiden, da die erstgenannten als souveräne Staaten anerkannt sind, die letzteren nicht.

Diese Staaten sind Überbleibsel früherer Epochen der europäischen Geschichte.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Die sechs europäischen Zwergstaaten

Luftansicht von Monaco

Es ist der geringen Größe der Zwergstaaten, die ihre natürlichen Ressourcen und ihre Bevölkerungszahl begrenzt, geschuldet, dass die meisten von ihnen besondere wirtschaftliche Maßnahmen ergriffen haben — meist durch Senkung der Steuern und das Anwerben von Investitionen. Viele der Zwergstaaten haben auch Zollunionen mit ihren großen Nachbarn geschlossen, um ihre wirtschaftliche Lage zu verbessern (Vatikanstadt und San Marino mit Italien, Liechtenstein mit der Schweiz und Monaco mit Frankreich). Dank dieser Unionen haben Monaco, Andorra, der Vatikan und San Marino Beziehungen mit der Europäischen Union, ohne ihr ausdrücklich beigetreten zu sein. Liechtenstein nimmt über das EWR-Abkommen am europäischen Wirtschaftsraum teil, Malta ist ein EU-Mitglied.

Neben diesen souveränen Staaten befinden sich noch folgende weitere eingeschränkt souveräne Kleinstaaten in Europa:

  • Kanalinseln Guernsey and Jersey (direkt mit der Krone verbunden, kein Teil des Vereinigten Königreiches, sondern Reste des früheren Herzogtums der Normandie)
  • Isle of Man (wie Kanalinseln seit altersher kein Teil des Vereinigten Königreiches, sondern direkt mit der Krone verbunden)

[Bearbeiten] Spiele für die Kleinstaaten Europas

Es gibt eine regelmäßige Sportveranstaltung unter europäischen Klein- und Zwergstaaten, die Spiele der kleinen Staaten von Europa (GSSE). Die üblichen Teilnehmer sind Andorra, Zypern, Island, Liechtenstein, Luxemburg, Malta, Monaco und San Marino.

[Bearbeiten] Zwergstaaten in der Geschichte

In vielen Ländern Europas gab es in der Geschichte Gebilde, die man heutzutage als Zwergstaaten ansähe. Das Deutschland vor Napoleon bestand aus einer Vielzahl kleiner geografischer Einheiten, die untereinander Enklaven und Exklaven hatten.

Andere Zwergstaaten, die zu verschiedenen Zeiten von Bedeutung waren:

[Bearbeiten] Quasi-Zwergstaaten

Es gibt zudem je drei halbautonome Regionen und Küstenfragmente (Exklaven), die man als Zwergstaaten ansähe, wenn sie unabhängig wären. Außerdem haben in Europa vier nichtstaatliche Völkerrechtssubjekte ihren Sitz (diese sind rechtlich zwar Staaten gleichgestellt, haben aber kein eigenes Staatsgebiet).

[Bearbeiten] Halbautonome Regionen

[Bearbeiten] Küstenfragmente

mit weiteren drei unbewohnten Inseln vor der marokkanischen Küste, seit dem 16. Jahrhundert spanisch, siehe Plaza de soberanía.

[Bearbeiten] Nichtstaatliche Völkerrechtssubjekte

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Literatur

  • Thomas Eccardt: Secrets of the Seven Smallest States of Europe: Andorra, Liechtenstein, Luxembourg, Malta, Monaco, San Marino and Vatican City. New York 2005, ISBN 0-7818-1032-9.

[Bearbeiten] Weblinks

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