Ethnozid – Wikipedia

Ethnozid

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Ethnozid (früher auch Cultural Genocide) bezeichnet die vorsätzliche Vernichtung einer Sprache, Religion oder Kultur, ohne dabei auch deren biologische Träger physisch zu vernichten, wie dies beim demozidalen Genozid der Fall ist.

Bekannteste Maßnahmen sind die Wegnahme von Kindern und das Verbot von Minderheitensprachen (Linguizid).[1] Die gewaltsame Überführung von Kindern einer (ethnischen) Gruppe in eine andere ist seit 1948 eine durch die Konvention über die Verhütung und Bestrafung des Völkermordes als Kriterium für das Vorliegen von Genozid geächtete Praxis.

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[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gunnar Heinsohn: Lexikon der Völkermorde. Rowohlt, Reinbek bei Hamburg 1999. S. 128.
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