Erzbistum Bamberg
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| Karte | |
| Basisdaten | |
|---|---|
| Staat | Deutschland |
| Diözesanbischof | Ludwig Schick |
| Weihbischof | Werner Radspieler |
| Emeritierter Diözesanbischof | Karl Braun |
| Generalvikar | Georg Kestel |
| Fläche | 10.288 km² |
| Dekanate | 21 (2007) |
| Pfarreien | 352 (2007) |
| Einwohner | 1.953.483 (2006) |
| Katholiken | 742.989 (Ende 2007) |
| Anteil | 38 % |
| Diözesanpriester | 349 (2007) |
| Ordenspriester | 95 (2007) |
| Ständige Diakone | 50 (2007) |
| Katholiken je Priester | 1.673 |
| Ordensbrüder | 22 (2007) |
| Ordensschwestern | 595 (2007) |
| Ritus | Römischer Ritus |
| Liturgiesprache | Deutsch |
| Kathedrale | Bamberger Dom |
| Webpräsenz | www.erzbistum-bamberg.de |
| Suffraganbistümer | Eichstätt Speyer Würzburg |
| Kirchenprovinz | |
Das Erzbistum Bamberg (lat.: Archidioecesis Bambergensis) ist eine Diözese in Bayern und umfasst große Teile der Regierungsbezirke Oberfranken und Mittelfranken, einen kleinen Teil der Regierungsbezirke Unterfranken (Iphofen) und Oberpfalz (Auerbach). Suffraganbistümer sind Eichstätt, Speyer und Würzburg.
[Bearbeiten] Gründung
Auf der Reichssynode in Frankfurt (Main), die am 1. November 1007 begann und die von acht Erzbischöfen und 27 Bischöfen besucht war, erwirkte König Heinrich II., der 1014 die Kaiserwürde erlangte, die Gründung des Bistums Bamberg aus Teilen von Würzburg und Eichstätt. Noch auf der Synode wurde Eberhard, des Königs Kanzler, vom Mainzer Erzbischof Willigis zum Oberhirten des neuen Grenzlandbistums geweiht. Ebenfalls noch auf der Synode wurden dem Bistum reiche Schenkungen verbrieft, um es auf eine solide Basis zu stellen. Heinrich wollte in seiner Lieblingsstiftung Bamberg die mönchische Strenge des Hildesheimer Domstiftes – dort war er selbst erzogen worden – und den damals gefeierten Studieneifer der Kirchen von Lüttich miteinander verbunden wissen. Das Bistum war Rom unmittelbar unterstellt (exemt) und erlangte eine besondere Bedeutung bei der Christianisierung der zwischen Main und Regnitz wohnenden Slaven. Suitger, der zweite Bamberger Bischof, wurde 1046 zum Papst gewählt und nahm bei seiner Inthronisation den Namen Clemens II. an. Im Bamberger Dom wurde er beigesetzt – als einziger Papst nördlich der Alpen.
[Bearbeiten] Mittelalter
Unter Bischof Otto I., dem Heiligen, 1102–1139, erlebte die Domschule eine neue Blütezeit. Zahlreich waren die Klöster, die er gegründet oder erneuert hatte; man zählt etwa 27 in sieben Diözesen von Kärnten bis Halberstadt. Mit der Einrichtung des Aegidienspitals und des Gertrudenhospitals begann Bischof Otto I. die karitative Tätigkeit der mittelalterlichen Kirche auch in Bamberg, sie ist noch heute in den Spitälern alter Städte erkennbar. Gottesdienste und Seelsorge, Bildung und Kultur, wirtschaftliche Entwicklung und soziale Aktivitäten, Glaubensverbreitung und Friedensförderung waren Aufgaben und Ziele der Bamberger Kirche im Mittelalter.
[Bearbeiten] Reformation
Die Reformation hat im fränkischen Land tiefe Spuren hinterlassen: So fielen damals beispielsweise von 190 Pfarrkirchen im Laufe des 16. Jahrhunderts 105 mit den meisten Filialkirchen dem Protestantismus zu, und 1648 standen für 110 Pfarreien noch 64 Priester zur Verfügung.
[Bearbeiten] Neuzeit
Die Bischöfe der Barockzeit, zugleich Landesherren des Hochstiftes mit über 200 000 Einwohnern, waren Freunde und Förderer der Künste und Wissenschaften. Die Nachwelt verdankt ihnen großartige Kirchenbauten, repräsentative Schlossanlagen, eine allgemeine kulturelle Hochblüte, was aber keinesfalls heißt, dass die pastoralen Aufgaben (Neuordnung der Pfarreien, Förderung der Klöster, Berufung der Jesuiten) von ihnen vernachlässigt worden wären. So führte Fürstbischof Franz Ludwig von Erthal (1779–1795) den barocken Lebensstil bewusst nicht weiter. Er wollte als „Fürst für das Volk“ dessen Wohl. Er sorgte für die Kranken und Armen durch Gesetze und Einrichtungen, die dem modernen Sozial- und Versicherungswesen den Weg bereiteten. So schuf er das Armeninstitut, das sich in Form einer ständigen Kommission systematisch in Bamberg, Forchheim, Kronach, Lichtenfels und Weismain der Notleidenden annahm. Im Jahre 1789 errichtete er das Allgemeine Krankenhaus in Bamberg und förderte die Einführung einer Krankenkasse.
[Bearbeiten] Bamberger Löwe
Der Bamberger Löwe, als Wappentier und gemeine Figur in der Heraldik, hat einen Eigennamen und war im Wappen des Hochstiftes Bamberg. Er reihte sich in die Liste der Wappenlöwen ein. Für die Region ist die Erkennung aus der festen Darstellung wichtig. In vielen Wappen ist seine Hauptrichtung aufsteigend und linksgewendet. Er ist gewöhnlich in Gold ein linksgewandter, mit einer silbernen Schräglinksleiste überdeckter, rot bewehrter schwarzer Löwe. Am Spalt im Wappen steht er seit dem 16. Jahrhundert.
Der Bamberger Löwe ist in vielen Wappen nachzuweisen, wenn der Einfluss des Stiftes bedeutend war, so in den Wappen von Weisendorf (linksgewendeter), Scheßlitz (linksgewendeter), Litzendorf (rechtsgewendet), Bezirk Oberfranken, Landkreis Bamberg, Landkreis Erlangen-Höchstadt, Landkreis Haßberge, Landkreis Forchheim. Der aktuelle Erzbischof von Bamberg, Ludwig Schick führt den Löwen auch heute im Wappen[1] .
[Bearbeiten] Säkularisation und Neubeginn
Die Säkularisation des Jahres 1803 beendete die weltlichen Regierungsaufgaben der Kirchenfürsten: Das Hochstift Bamberg fiel an Bayern. Im Jahr 1818, bei der Neueinteilung der kirchlichen Sprengel nach der Säkularisation wurde Bamberg Sitz eines Erzbischofs mit den Suffraganbistümern Eichstätt, Speyer und Würzburg.
[Bearbeiten] Bistumsgliederung – Regionen & Dekanate
Das Erzbistum Bamberg gliedert sich in 6 Regionen und 21 Dekanate. Die Obhut über die Regionen, die im Jahr 2000 errichtet wurden, haben Regionalsdekane inne, die hierarchisch über den Dekanen stehen.
Region I- Regionaldekan Dr. Josef Zerndl, Bayreuth
- Dekanat Auerbach
- Dekanat Bayreuth
- Dekanat Hof
- Dekanat Kulmbach
Region II- Vakant (Regionaldekan Günther Hübner, Kronach, verstarb am 24. November 2008)
- Dekanat Coburg
- Dekanat Lichtenfels
- Dekanat Kronach
- Dekanat Teuschnitz
Region III- Regionaldekan Dr. Gerhard Förch, Bamberg
- Dekanat Bamberg
- Dekanat Hallstadt/Scheßlitz
- Dekanat Burgebrach
- Dekanat Hirschaid
Region IV- Regionaldekan Georg Holzschuh, Forchheim
- Dekanat Forchheim
- Dekanat Ebermannstadt
- Dekanat Höchstadt/Aisch
Region V- Regionaldekan Hans Reeg, Nürnberg
- Dekanat Fürth
- Dekanat Nürnberg
- Dekanat Neunkirchen/Sand
- Dekanat Erlangen
Region VI- Regionaldekan Hans Kern, Ansbach
- Dekanat Ansbach
- Dekanat Neustadt/Aisch
[Bearbeiten] Kirchen
- Bamberger Dom
- St. Michael, St. Jakob, (St. Stephan, heute evangelisch), St. Gangolf, Unsere Liebe Frau, St. Martin u. a. im Weltkulturerbe der Altstadt Bamberg
- Die Stadt Bamberg bietet von der Romanik bis zur Gegenwart Kirchenbauten aus allen Epochen
- Wallfahrtsbasiliken Vierzehnheiligen, Gößweinstein und Marienweiher
- Frauenkirche (Nürnberg)
- Schlosskirche Bayreuth
- St. Ludwig in Ansbach
[Bearbeiten] Aktuelle Entwicklungen
Im Februar 2005 gab die Bistumsleitung bekannt, dass ab sofort rigide Sparmaßnahmen notwendig seien, um das Erzbistum Bamberg vor einer Insolvenz zu bewahren. 2007 müsse ein ausgeglichener Haushalt vorliegen, sonst drohe bis zum Jahr 2010 der Bankrott. Angesichts der finanziell schwierigen Situation der Bistümer Aachen und Berlin zog die Bistumsleitung (schon im Sommer 2004) ein Unternehmensberatungsinstitut heran, um alle Geschäftsbereiche des Bistums durchleuchten zu lassen.
[Bearbeiten] Ursachen
Dramatisch rückläufige Kirchensteuermittel zwangen das Bistum, immer mehr Rücklagen zu entnehmen, um den Haushalt auszugleichen. Im Jahr 2010 wären die Rücklagen aufgebraucht. Die Zahl der Priester ist infolge des Priestermangels immer geringer. Wenige Priesterseminaristen stehen großen Weihejahrgängen gegenüber, die ab dem Jahr 2007 in den Ruhestand gehen werden und die Zahl der Diözesanpriester fast auf die Hälfte schrumpfen lassen. Zudem sind immer mehr aktive Priester nur noch bedingt einsatzfähig (aufgrund physischer und psychischer Gebrechen). Pastorale Überlegungen aufgrund des seit 2005 geltenden Pastoralplanes haben Überlegungen und Diskussionen in Gemeinden, Sonderseelsorgsbereichen und Diözesanleitung ausgelöst, über neue Wege der Pastoral im Netzwerk eine postmoderne Kirche zu gestalten und dabei z. B. über die Bildung von Pfarreiverbünden oder die Fusionierung von kleinen Kirchenstiftungen nachzudenken. Die Tatsache, dass die Katholikenzahlen insgesamt rückläufig seien, spielte eine eher untergeordnete Rolle, aber war auch ein Punkt in den Überlegungen.
[Bearbeiten] Folgen allgemein
Bei allen Folgen, vor allem, wenn es um Personal geht, versucht die Erzdiözese Bamberg das moralische Gesicht zu wahren. Entlassungen werden kaum ausgesprochen, sondern es wird versucht, Stellen umzuschichten, anstehende Ruheständler etwas früher zu pensionieren oder ein freiwilliges Ausscheiden aus dem kirchlichen Dienst mit einer finanziellen Abfindung aufzufangen.
[Bearbeiten] Auswirkung für die Pfarreien
Die Pfarreien mussten die größten Einschnitte hinnehmen. Bislang gewährte das Bistum einen großen Zuschuss bei Personalkosten für das so genannte Folgepersonal (Sekretärinnen, Hausmeister, Mesner, Organisten) und bei Renovierungs- und Baumaßnahmen. Die Konsolidierungsmaßnahmen brachten eine neue Berechnung dieser Zuschüsse mit sich: Katholikenzahl und Fläche eines Seelsorgebereichs ist jetzt ausschlaggebend für dieses Geld. Dies bedeutete für viele Pfarreien, sich Gedanken über die weitere Anstellung des Folgepersonals zu machen, denn kaum ein Pfarreihaushalt war für dessen Finanzierung ausgelegt. Kündigungen und Änderungskündigungen waren die Folge.
[Bearbeiten] Einstellungsstopp für pastorales Personal
Pastoralreferenten, Gemeindereferenten, Sozialpädagogen im kirchlichen Dienst werden bis auf weiteres nicht mehr angestellt. Die Stellen sind „gedeckelt“, das heißt, die Zahl der im Augenblick Angestellten bleibt erhalten (es wird erst wieder jemand angestellt, wenn ein Anderer ausscheidet). Allerdings haben sich die Planstellen, wie es Pastoral- und Personalplan vorsehen, auch geändert. So wird jetzt eine flächendeckende Verteilung des Personals Wirklichkeit.
Im Jahr 2007 lockerte die Bistumsleitung diese Regelung. Insgesamt werden acht neue Pastoral- bzw. Gemeindereferenten in zwei Jahren wieder eingestellt. Diese Lockerung ist ein Zugeständnis an die Realität, dass junges Personal gebraucht wird und nicht alle Angestellten auch tatsächlich im Dienst sind (Mutterschutz, Erziehungsurlaub, Sonderurlaub, Sabbatzeit, Auslandsaufenthalt, Krankheit etc.).
Im Jahr 2008 wurde diese Regelung noch einmal verändert. Nun werden innerhalb von 5 Jahren 10 Personen für den pastoralen Dienst eingestellt.
[Bearbeiten] Seelsorge vor Ort
Das Bistum wird wohl schleichend wieder ein zunehmend klerikaleres Gesicht erhalten, Ansprechpersonen und nicht-ordinierte Seelsorger vor Ort werden zunehmend fehlen, ohne durch Geweihte ersetzt werden zu können. Ein seelsorglicher Rückzug aus der Fläche der Diözese ist zwingend.
[Bearbeiten] Errichtung von Seelsorgebereichen
Mit den Einsparungsmaßnahmen wurden alle Pfarreien aufgefordert, Seelsorgeeinheiten zu bilden. Die Richtgröße lag bei 8000 Katholiken. Was in den Städten meist problemlos lief, gestaltete sich auf dem Land (dem Großteil des Bistums) schwierig. Mit der Richtgröße 8000 Katholiken ist die Verteilung des Personals verknüpft. Pro 4000 Katholiken hat ein Seelsorgebereich Anspruch auf einen Priester und pro 6400 Seelen gibt es einen hauptberuflichen Mitarbeiter (z. B. Gemeindereferenten). Die Entscheidung, ob Pastoralreferent oder Gemeindereferent, ergibt sich aus der Fläche und der Struktur des Seelsorgebereichs.
Die so entstandenden 96 Seelsorgebereiche wurden Pfingsten 2006 installiert und sollen seitdem pastoral zusammenarbeiten. Vor Ort hat sich aber vielerorts kaum etwas geändert und die Pfarreien arbeiten weiter wie bisher. Bei Seelsorgeeinheiten mit bis zu einem Dutzend Kirchen (und mehr) und jahrhundertealten Traditionen ist dies für die Menschen allerdings auch nicht leicht.
Das jeweilige Seelsorgeteam (Priester und Mitarbeiter) ist seit Pfingsten 2006 nicht mehr nur für eine Pfarrei zuständig, sondern für den gesamten Seelsorgebereich. In der Praxis beschränkt sich dies aber hauptsächlich auf die Mitarbeiter und kaum auf die Priester, die immer noch einer bestimmten Pfarrei zugeordnet sind. Ungefähr ab dem Jahr 2010 stehen faktisch für jede Seelsorgeeinheit noch zwei Priester zur Verfügung. Bei der momentanen Entwicklung des Priesterstandes ist es ca. 2020/2025 noch ein Priester.
Im Herbst/Winter 2008/09 müssen alle Seelsorgeteams eine gemeinsame Fortbildung besuchen. Hierbei wird das gemeinsame Arbeiten beleuchtet und neue Weichen für die Zukunft gestellt. In diesen Tagen sollen die leitenden Pfarrer mit mehr Rechten gestärkt werden und die Seelsorgeeinheiten angehalten werden mindestens ein Projekt gemeinsam durchzuführen.
[Bearbeiten] Verschlankung der Verwaltung
Im Verwaltungsbereich wird die Kirche von Bamberg mit weniger Personal auskommen müssen. Wieviele von den rund 200 Stellen davon betroffen sind, ist nicht seitens der Kirchenleitung deutlich gemacht worden.
[Bearbeiten] Kategorialseelsorge und Sonderseelsorge
Die Zahl der Dekanatsbüros (Volksbüros) und der dort angestellten Mitarbeiter/innen wurde von den 21 Dekanaten auf 6 (nun für die Regionen zuständig) gekürzt. Die Sonderseelsorge in Krankenhäusern, Altenheimen, Justizvollzugsanstalten und anderen Einrichtungen wurde vermindert.
[Bearbeiten] Jugendarbeit
In den Konsolidierungsbeschlüssen aus dem Jahr 2005 wurde die Jugendarbeit faktisch ausgenommen. Vor allem, weil die Jugendarbeit des Erzbistums bereits in den 90ern und Anfang des neuen Jahrtausend jeweils eine Million DM eingesparen musste. Allerdings wurde dringend angeraten, weitere 400.000 Euro bis zum Jahr 2010 einzusparen.
[Bearbeiten] Gebäudekonzept
Das teilweise umgesetzte Gebäudekonzept beleuchtet alle Gebäude auf ihre Wirtschaftlichkeit und Ausnutzung hin. Kirchen, Pfarrhäuser und Pfarrzentren werden überprüft. In Zukunft wird nur noch ein Komplex von der Diözese aus bezuschusst. Vor allem die Pfarrzentren müssen sich mit ihrer Versammlungsfläche an der Katholikenzahl orientieren. Dies hat zur Folge, dass manche Pfarreien ihre Pfarrzentren schließen oder teilweise an Fremdmieter dauerhaft vermieten müssen.
Alle Gebäude, die nicht mit der Katholikenzahl harmonieren, müssen von den Stiftungen vor Ort getragen werden. Dies ist allerdings kaum vorstellbar, wenn eine größere Investition (z. B. Dacherneuerung, Heizungsinstalltion) ansteht. Alternativ bietet die Bistumsleitung an, auch diese Gebäude zu vermieten, zu verpachten, umzuwidmen oder abzureißen.
So bringt die zweifellos bestehende finanzielle Krise des Erzbistums auch grundlegende kirchenpolitische Entscheidungen mit sich. Die geplanten Umstellungen werden das Gesicht des Erzbistums grundlegend verändern: Widerstände sind zu erwarten, wenn dauerhaft kein personelles Angebot vor Ort mehr vorhanden ist, und im Extremfall Kirchen, Pfarrämter, Jugend- und Bildungseinrichtungen geschlossen werden, kommt es doch nach Meinung vieler einer „zweiten Säkularisation“ gleich. Eine Entlassungswelle von kirchlichen Angestellten oder Änderungskündigungen mit verringertem Stundenumfang durch die kirchlichen Arbeitgeber bringen zwar finanzielle Einsparungen, aber verändern das Bild der bis jetzt volksnah präsenten katholischen Kirche im Erzbistum Bamberg.
[Bearbeiten] Stand der Konsolidierung im Jahr 2008
Im Jahr 2008 gab die Bistumsleitung an, dass die vorgesehenen Einsparungen längst erreicht sind. Zugute kam dem Erzbistum Bamberg auch die Tatsache, dass die Arbeitslosenzahlen zurückgingen und weniger Kirchenaustritte zu verzeichnen waren. Voraussichtlich kann im Jahr 2008 sogar wieder Geld für die Rücklage bereitgestellt werden. Dennoch werden alle Maßnahmen beibehalten.
[Bearbeiten] Siehe auch
- Liste der Erzbischöfe und Bischöfe von Bamberg
- Liste der Weihbischöfe in Bamberg
- Liste der Bamberger Domherren
- Hochstift Bamberg
- Kirchenprovinz Mainz
- Bistum Würzburg
- Liste der Bischöfe von Würzburg
- Liste der Würzburger Domherren
- Liste fränkischer Rittergeschlechter
- Kirchensterben
[Bearbeiten] Literatur
- Christine und Klaus van Eickels (Hrsg.): Das Bistum Bamberg in der Welt des Mittelalters (= Bamberger interdisziplinäre Mittelalterstudien. Vorlesungen & Vorträge 1). University of Bamberg Press, Bamberg 2007, ISBN 978-3-923507-28-3 (Volltext)
- Luitgar Göller (Hrsg.): 1000 Jahre Bistum Bamberg. 1007-2007. Unterm Sternenmantel. Katalog zur Ausstellung im Diözesanmuseum Bamberg. Imnhof, Petersberg 2007, ISBN 978-3-86568-261-1
- Michael Kleiner (Hrsg.): Unterm Sternenmantel. 1000 Jahre Bistum Bamberg - die Geschichte in Lebensbildern. Heinrichs, Bamberg 2006, ISBN 978-3-89889-051-9
- Johann Looshorn: Die Geschichte des Bisthums Bamberg. 7 Bände (in 8 Bänden). Bamberg 1886–1910
[Bearbeiten] Einzelnachweise
[Bearbeiten] Weblinks
- Webseite 1000 Jahre (1007-2007) Bistum Bamberg
- Webseite Erzbistum Bamberg
- Eintrag auf catholic-hierarchy.org (englisch)
- Bamberg und das Königsgut der Salier
- Kontext der Gründung des Bistums
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