Eremit – Wikipedia

Eremit

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel behandelt in der Einsiedelei lebende Menschen; zu der gleichnamigen Käferart siehe Eremit (Käfer); zu anderen gleichnamigen Begriffen siehe Einsiedler (Begriffsklärung).
Ikone des Einsiedlers Onophrios

Ein Eremit (altgr. ἐρημίτης, eremites, aus altgr. ἔρημος, erēmos, das Wüste und „unbewohnt“ bedeutet, daher „Wüsteneinwohner“, deutsch auch Einsiedler) ist ein Mensch, der mehr oder weniger abgeschieden von der übrigen Gesellschaft lebt (siehe Eremitage).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Begriff und Geschichte

Ursprünglich wurde der Begriff auf Christen angewendet, die religiöse Motive für ihre Zuwendung zu dieser Lebensform hatten, nämlich die Wüstentheologie des Alten Testamentes, d.h. die 40-jährige Wüstenwanderung, die eine Herzenswandlung bewirken sollte.

Vielfach – sowohl in religiöser wie auch in weltlicher Literatur – wird der Begriff jedoch unkritisch auf jeden angewendet, der in Einsamkeit lebt – einschließlich den Misanthropen –; und im religiösen Zusammenhang wird er manchmal als bedeutungsgleich mit Anachoret (aus griech. anachōreō, „zurückziehen“, „ins Land außerhalb der befestigten Stadt ausziehen“) benutzt, obwohl eine klare Unterscheidung geboten ist.

Das christliche Eremitentum ist die früheste Form des Mönchtums. In der Regel des Heiligen Benedikt (6. Jh.) wird der Eremit als einer der vier Arten von Mönchen angeführt.

In der alten Kirche unterschied man konsequente Eremiten (Anachoreten) und gemeinschaftlich lebende Eremiten. Aus ihren Einsiedeleien entstanden später oft Klöster oder Ortschaften.

Ein Phänomen des 18. und frühen 19. Jahrhunderts waren die Schmuckeremiten der englischen Landschaftsparks, professionelle Einsiedler, die während einer vertraglich festgelegten Dauer in eigens eingerichteten Eremitagen wohnten und sich zu bestimmten Tageszeiten sehen ließen, um die Eigentümer der Parks und deren Gäste mit ihrem Anblick zu unterhalten.

Unter den christlichen Heiligen sind auch Eremiten, unter anderem der hl. Bruno (der Gründer des Ordens der Kartäuser), der hl. Coelestin, der hl. Meinrad, der hl. Gunther von Niederaltaich.

In der römisch-katholischen Kirche ist das Eremitentum eine Form des geweihten Lebens und seit dem Zweiten Vatikanischen Konzil kirchenrechtlich geregelt (can. 603).

[Bearbeiten] Bekannte Eremiten

[Bearbeiten] Einsiedlerorden

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Weblinks

Persönliche Werkzeuge
Cool lyrycs look Best Bass Guitar Forum Join Now! Nowe Forum licealistw Nowy seo katalog stron dodaj swj adres! sms ślubne - borelioza borelioza borelioza - www.cytaty.3three.pl odprawa rentowa Darmowa baza CV niebrnię agencja interaktywna księgarnia wysyłkowa kancelaria prawo finansowe GRY ONLINE