Erdbebengebiet Basel – Wikipedia

Erdbebengebiet Basel

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Das Erdbebengebiet Basel liegt am Oberrheingraben, einem der aktivsten Erdbebengebieten im deutschsprachigen Raum. Es wird immer wieder von leichten und stärkeren Erdstößen erschüttert. Das stärkste, das so genannte Basler Erdbeben von 1356, ist gleichzeitig das stärkste Erdbeben nördlich der Alpen seit Menschengedenken. Den größten Schaden richteten jedoch die Brände an, die durch das Erdbeben ausbrachen. Da viele Häuser aus Holz gebaut waren, konnte sich das Feuer schnell ausbreiten. Zuletzt wurde am 5. Dezember 2004 ein Beben der Stärke 5,4 (Richterskala) gemessen. Das Epizentrum lag zwischen Waldkirch und St. Peter am Kandel auf deutschem Gebiet.

Die Gebäude der Stadt wie auch die Region Basel sind nicht erdbebensicher gebaut. Ein weiteres Erdbeben ähnlicher Stärke wie 1356 könnte verheerende Auswirkungen haben und einen Schaden von rund 50 Milliarden Franken verursachen. Als besonders gefährdet gelten dabei die Chemiekonzerne, deren giftige Produkte in den Rhein fließen könnten, die naheliegenden Kernkraftwerke sowie die Staumauern der Stauseen im benachbarten Schwarzwald wie der Schluchsee, die bersten könnten.

In jüngster Zeit (um 2006) wurde die Region Basel durch Erdbeben erschüttert, deren Ursache wahrscheinlich ein Erdwärmegewinnungsprojekt (Deep Heat Mining Projekt) darstellt. Grössere Schäden wurden nicht bekannt. Bei diesem Projekt wird versucht, eingepresstes Wasser in 5000 Meter Tiefe durch die dort herrschenden Gesteinstemperaturen von etwa 200 Grad Celsius zu erwärmen, um mittels Generatoren Strom zu erzeugen. Durch die Zuführung von Wasser in die in der Gesteinsformation vorhandenen Risse wird dort die Reibung herabgesetzt, so dass die vorhandenen Spannungen ausreichen können, die Reibungskräfte zu überwinden und es zu Bewegungen längs dieser Risse kommt. Die Erzeugung von zusätzlicher Spalten im Gestein zur Erhöhung der Wasserwegsamkeit ist erklärtes Ziel des Projekts. Das Deep-Heat-Mining-Projekt in Basel sammelt Daten zu den durch dieses Projekt entstehenden Beben, um bei weiteren Geothermieprojekten die auftretenden seismischen Ereignissen unter der Fühlbarkeitsgrenze zu halten.

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