Donau- und Alpenreichsgaue – Wikipedia

Donau- und Alpenreichsgaue

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Donau- und Alpenreichsgaue war eine Propagandabezeichnung für Österreich in der Zeit des Nationalsozialismus in den Jahren 1942 bis 1945.

Österreich war mit dem „Anschluss“ am 12. März 1938 dem Deutschen Reich (ab 1943 Großdeutsches Reich) eingegliedert worden. Durch das Ostmarkgesetz vom 14. April 1939 wurde das ehemalige österreichische Staatsgebiet in sieben Reichsgaue aufgeteilt, die nur zum Teil den österreichischen Bundesländern entsprachen. Um die Bezeichnung Österreich auch aus den Namen der vormaligen Bundesländer Ober- und Niederösterreich zu tilgen, wurden diese ab 1939 als Oberdonau beziehungsweise als Niederdonau bezeichnet. Weitere Änderungen betrafen Tirol und Vorarlberg, die zu einem Gau Tirol-Vorarlberg vereinigt wurden, Osttirol wurde später an Kärnten angeschlossen. Das Burgenland wurde aufgelöst und zwischen Niederdonau (Niederösterreich) und der Steiermark aufgeteilt. Das Ausseerland wurde Oberdonau zugeschlagen, und Wien wurde durch einige vormals niederösterreichische Gebiete erweitert. Dadurch wurde das neue geschaffene Groß-Wien hinter Groß-Berlin zur zweitgrößten Stadt des Deutschen Reiches.

Zunächst wurde Österreich (inoffiziell) als Ostmark bezeichnet, die Bewohner teilweise als Ostmärker. 1942 schließlich wurde die Bezeichnung Donau- und Alpenreichsgaue verwendet, da Ostmark, das vom mittelalterlichen Landesnamen marcha orientalis abgeleitet war, noch an die historische Eigenständigkeit des Landes erinnerte.

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