Die bleierne Zeit – Wikipedia

Die bleierne Zeit

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Filmdaten
Deutscher Titel: Die bleierne Zeit
Originaltitel: Die bleierne Zeit
Produktionsland: Deutschland
Erscheinungsjahr: 1981
Länge: 106 Minuten
Originalsprache: Deutsch
Altersfreigabe: FSK 16
Stab
Regie: Margarethe von Trotta
Drehbuch: Margarethe von Trotta
Produktion: Eberhard Junkersdorf
Musik: Nicolas Economou
Kamera: Franz Rath
Schnitt: Dagmar Hirtz
Besetzung

Die bleierne Zeit ist ein deutscher Film aus dem Jahr 1981, bei dem Margarethe von Trotta Regie führte und auch das Buch schrieb.

Der Film lehnt sich an die Biographie der Ensslin-Schwestern an: Christiane Ensslin, die ältere der Schwestern, war eine politisch aktive Journalistin und streitbare Frauenrechtlerin. Gudrun Ensslin wählte den Weg des bewaffneten Kampfes und schloss sich der Rote Armee Fraktion an.

Der Film stellt die politische Situation im Deutschland der 1970er Jahre, die Konflikte innerhalb der Ensslin-Familie und die Probleme rund um den Terrorismus dar. Der Titel des Films, ein Zitat aus dem Hölderlin-Gedicht Der Gang aufs Land, bezieht sich jedoch im Sinne von Trottas nicht auf die siebziger, sondern auf die 1950er Jahre. In Italien, wo der Film bei den Internationalen Filmfestspiele von Venedig seine Uraufführung erlebte, verstand man den piombo des übersetzten Titels Anni di piombo (wörtlich: Jahre/Zeit des Bleis) als das Blei der Projektile, mit denen bewaffnete linksextreme Gruppierungen – aus italienischer Perspektive v.a. die Brigate Rosse – während ihrer Aktionen töteten. Diese Bedeutungsverschiebung hin zu den Jahren terroristischer Gewalt, die sich ebenfalls im französischen années de plomb oder englischen years of lead wiederfindet, ist auch ins Deutsche eingegangen.[1]

In den Hauptrollen des Films sind Jutta Lampe als Juliane und Barbara Sukowa als Marianne zu sehen. Als weitere Darsteller wirkten unter anderem Rüdiger Vogler, Doris Schade, Vérénice Rudolph, Luc Bondy und Franz Rudnick mit.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Kritiken

„Eine Mischung aus politisch-theoretischem Planspiel und psychologischem Melodram, das an Hand einer subjektiv beleuchteten Schwesternbeziehung das Problem des politischen Widerstands zu behandeln versucht. Trotz der Parteilichkeit - die "andere Seite" des Terrorismus, die der Opfer, wird völlig ausgespart - ein thematisch wichtiger, diskussionswerter Beitrag zum Problem des Terrorismus.“

– Lexikon des internationalen Films

[Bearbeiten] Auszeichnungen

Jahr Preis Empfängerin Kategorie
1981 Filmfestspiele von Venedig Margarethe von Trotta Goldener Löwe
1981 Filmfestspiele von Venedig Margarethe von Trotta FIPRESCI-Preis
1981 Filmfestspiele von Venedig Jutta Lampe und Barbara Sukowa Beste Hauptdarstellerin
1981 Valladolid International Film Festival Margarethe von Trotta Honorable Mention
1982 David di Donatello Margarethe von Trotta Beste Regie - ausländischer Film
1982 Deutscher Filmpreis Margarethe von Trotta Bester Film
1982 Deutscher Filmpreis Barbara Sukowa Beste Hauptdarstellerin

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. ↑ Christiane Peitz: Die Bleikappe des Schweigens. In: Der Tagesspiegel vom 28.4.2007.

[Bearbeiten] Weblinks

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