Detroit Red Wings
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| Detroit Red Wings | |
| Gründung | 25. September 1926 |
| Geschichte | Detroit Cougars 1926 – 1930 Detroit Falcons 1930 – 1932 Detroit Red Wings seit 1932 |
| Stadion | Joe Louis Arena |
| Standort | Detroit, Michigan |
| Teamfarben | rot, weiß |
| Liga | National Hockey League |
| Conference | Western Conference |
| Division | Central Division |
| Cheftrainer | |
| Kapitän | |
| General Manager | |
| Besitzer | |
| Kooperationen | Grand Rapids Griffins (AHL) |
| Stanley Cups | 1935/36, 1936/37, 1942/43, 1949/50, 1951/52, 1953/54, 1954/55, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08 |
| Conferencetitel | 1994/95, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08 |
| Divisiontitel | 1933/34, 1935/36, 1936/37, 1987/88, 1988/89, 1991/92, 1993/94, 1994/95, 1995/96, 1998/99, 2000/01, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2006/07, 2007/08 |
Die Detroit Red Wings sind ein US-amerikanisches Eishockeyfranchise der National Hockey League aus Detroit, Michigan. Es wurde am 25. September 1926 gegründet und nahm zur Saison 1926/27 den Spielbetrieb auf. Die Red Wings sind das Nachfolgeteam der von 1926 bis 1930 bestehenden Detroit Cougars sowie der von 1930 bis 1932 bestehenden Detroit Falcons und gehören zu den sogenannten „Original-Six“-Teams der NHL. Die Teamfarben sind seit 1928 rot und weiß.
Die Red Wings tragen ihre Heimspiele in der Joe Louis Arena aus und sind mit insgesamt elf Stanley-Cup-Siegen das erfolgreichste aus den Vereinigten Staaten stammende Franchise der gesamten Liga. Die Franchise-Geschichte der Red Wings ist von Höhen und Tiefen geprägt. Nachdem das Team die schwierigste Zeit der Liga, als nur sechs Mannschaften am Spielbetrieb teilnahmen, zwischen 1943 und 1967 schadlos überstand, fiel das Franchise bis in die 1980er Jahre hinein in ein tiefes Loch. Seit Mitte der 1990er Jahre hat sich die Mannschaft jedoch unter den besten Teams der Liga etabliert.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
[Bearbeiten] Anfänge (1926 bis 1942)
1926 wurde das NHL-Franchise in Detroit gegründet. Durch die Auflösung der Western Canada Hockey League (WCHL) konnte das neue NHL-Team die Rechte der damals sehr erfolgreichen Victoria Cougars erwerben. Die Cougars waren das letzte Team, das nicht aus der NHL kam, das 1925 den Stanley Cup gewinnen konnte. In Anlehnung an diese Mannschaft wurde das Team Detroit Cougars genannt. Da es in Detroit kein Eisstadion gab, spielte man im ersten Jahr noch im kanadischen Windsor, Ontario in der Border Cities Arena.
Zur Saison 1927/28 konnte dann in Detroit im neu erbauten Detroit Olympia gespielt werden, das bis 1979 die Heimat des Teams bleiben sollte. Hinter der Bande stand Jack Adams, der als Trainer und General Manager in den kommenden 36 Jahren zur bestimmenden Person im Team werden sollte.
Sportlich taten sich die Cougars schwer und nach der ersten Playoff-Teilnahme 1928 wurde das Team 1930 in Detroit Falcons umbenannt. Der sportliche Erfolg blieb aus und es stand auch sehr schlecht um die Finanzen. Neben der NHL hatte sich mit der AHL eine weitere Eishockeyliga etabliert. Um diese aus dem Weg zu räumen, vermittelte NHL-Präsident Frank Calder ein Geschäft mit James E. Norris, dem Besitzer der Chicago Shamrocks aus der AHL. Er überzeugte die anderen NHL-Teams von seiner Idee, dass die Shamrocks und die Falcons fusionieren und in der NHL spielen sollten. Norris kaufte das bankrotte Team 1932 und fusionierte es mit seinen Shamrocks. Norris, der früher selbst mit der Montreal Amateur Athletic Association gespielt hatte, erinnerte sich an das Logo der MAAA, die auch Winged Wheelers genannt wurden und brachte es in Bezug zur Automobilstadt Detroit. Aus diesen Überlegungen entstand der neue Name Detroit Red Wings und auch das noch heute bekannte Logo.
Bereits im ersten Jahr konnten die Red Wings ihre erste Playoff-Serie gewinnen und kamen bis ins Halbfinale.
Die Saison 1933/34 konnte erstmalig die reguläre Saison als Tabellenführer der American Division abgeschlossen werden. Das Team schaffte es in die Finalspiele um den Stanley Cup, musste sich dort aber den Chicago Black Hawks geschlagen geben, die zum ersten mal den Titel gewinnen konnten. Nach einer enttäuschenden Saison schaffte man 1936 es dann doch, neben dem Sieg in der American Division, auch den Stanley Cup durch einen Finalsieg gegen die Toronto Maple Leafs, nach Detroit zu holen. Im Jahr darauf konnte das Team um Ebbie Goodfellow, Marty Barry und Larry Aurie den Titel verteidigen.
Es folgten wieder einige weniger erfolgreiche Jahre, bevor nach verlorenen Finalserien 1941 und 1942 die Ära der „Original Six“ eintrat.
[Bearbeiten] Die Jahre der „Original Six“ (1943 bis 1966)
Nachdem sich die Brooklyn Americans zurückgezogen hatten, spielten für die kommenden 24 Jahre nur noch sechs Teams in der NHL. In diese Ära starteten die Wings mit ihrem dritten Gewinn des Stanley Cups. Das Team um Sid Abel, Don Grosso und Mud Bruneteau besiegte die Boston Bruins in der Finalserie mit 4:0. Beeindruckend war hierbei die Leistung von Torhüter Johnny Mowers, der bei beiden Spielen in Boston kein Gegentor zuließ. Auch in den kommenden Jahren konnte man sich stets für die Playoffs qualifizieren. Zur Saison 1946/47 trat ein neuer Superstar auf die Bühne der Red Wings: Gordie Howe, ein junger Rechtsaußen aus der kanadischen Provinz Saskatchewan, konnte in seinen ersten Jahren allerdings noch nicht vollends zeigen, was die Wings in den kommenden Jahren an ihm haben würden. Dieses Jahr war auch das letzte Jahr von Jack Adams als Trainer. 15 Jahre hatte er diese Tätigkeit ohne Vertrag ausgeübt. Nun konzentrierte er sich auf seine Arbeit als General Manager.
Ab der Saison 1947/48 bildete Gordie Howe mit Sid Abel und Ted Lindsay die „Production Line“, eine der besten Sturmreihen ihrer Zeit. Die drei brachten die Wings zweimal in die Finalserie, doch beide Male war man gegen die Toronto Maple Leafs chancenlos. 1950 wurde dann der vierte Titel nach Detroit geholt. Sid Abel, der nach Chicago wechselte, wurde durch Alex Delvecchio ersetzt. Das Team, im Tor nun verstärkt durch Terry Sawchuk, war zu dieser Zeit mit das stärkste in der NHL. Die logische Folge waren die Stanley-Cup-Siege in den Jahren 1952, 1954 und 1955 bei denen man jeweils im Finale gegen die Montréal Canadiens gewinnen konnte. Ebenfalls 1955 übernahm Bruce Norris die Red Wings von seinem älteren Bruder James.
Im nächsten Jahr unterlag man den Canadiens in den Finalspielen, die damit eine Serie von fünf Titelgewinnen in Folge starteten. 1957 half Ted Lindsay bei der Gründung der Spielergewerkschaft NHLPA und wurde dafür aus dem Team geworfen. Nach 21 Jahren wurden in der Saison 1958/59 erstmals wieder die Playoffs verpasst. Wenn auch ohne Titel, war die erste Hälfte der 1960er Jahre weiterhin sehr erfolgreich. Im Tor wurde Sawchuk von Roger Crozier abgelöst, im Angriff waren mit Norm Ullman und Parker MacDonald zwei konstante Torschützen hinzugekommen. 1963 trennte sich die Red Wings von General Manager Jack Adams.
[Bearbeiten] Die Ära der „Dead Wings“ (1967 bis 1982)
Die Liga wuchs zuerst von sechs auf zwölf Teams und dann weiter bis auf 21, doch mit der Entscheidung um den Stanley Cup hatten die Wings ab den späten 1960er Jahren nichts mehr zu tun. Von 1967 bis 1982 gelang nur zweimal der Einzug in die Playoffs. In dieser Zeit begannen die NHL-Teams bei ihrer Suche nach Spielern auch nach Europa zu schauen. Ein Vorreiter in Detroit war der in Dänemark geborene Verteidiger Poul Popiel, der ab der Saison 1968/69 für die Red Wings spielte. Bei seinem NHL-Debüt war er jedoch schon amerikanischer Staatsbürger. 1971 beendete Gordie Howe seine Karriere, bevor er drei Jahre später in der WHA wieder anfing, um mit seinen Söhnen gemeinsam zu spielen und kehrte 1979 noch einmal in die NHL zurück. Junge talentierte Spieler wie Marcel Dionne schafften ihren Durchbruch erst als sie Detroit verlassen hatten. Die größten Defizite hatten die Red Wings im Tor und in der Verteidigung.
Der erste Spieler in Trikot der Red Wings, der in Europa das Eishockeyspielen erlernt hatte war in der Saison 1972/73 der Schwede Thommie Bergman. 1977 kam mit Václav Nedomanský der erste Tscheche nach Detroit. In der Saison 1978/79 gelang es ihm, bester Scorer im Kader der Red Wings zu sein. So sehr die ersten Europäer, zu denen auch der Schwede Dan Labraaten gehörte, überzeugen konnten, bleiben diese Spieler eine Ausnahme. Bis 1980 waren nie mehr als drei Spieler aus Europa gleichzeitig im Kader.
Ein erstes Zeichen für eine Trendwende war 1979 der Umzug vom Detroit Olympia, in dem über 50 Jahre gespielt wurde, in die neue Joe Louis Arena und drei Jahre später wechselte auch der Besitzer des Teams. Mike Ilitch kaufte für acht Millionen US-Dollar das Team von Bruce Norris und begann mit seinem Umbau. Wichtigster Mann an seiner Seite war dabei der neu verpflichtete General Manager Jim Devellano.
[Bearbeiten] Wiedererstarkte Wings (1983 bis 1993)
1983 stieß mit Steve Yzerman ein junger Spieler, den man erst kurz zuvor als allerersten Spieler unter dem neuen Besitzer Ilitch im NHL Entry Draft gezogen hatte, zum Team, der für den erneuten Aufstieg der Red Wings stehen sollte. Gleich in seinem ersten Jahr war er bester Scorer seines Teams und die Red Wings erreichten zum ersten Mal in sechs Jahren wieder die Playoffs. Verteidiger Brad Park, der 1983 von Boston kam, war ebenfalls eine wichtige Stütze in dieser Saison und erhielt nach der Spielzeit die Bill Masterton Memorial Trophy.
1985/86 übernahm Park die Position als Cheftrainer, die er jedoch nach 45 Spielen wegen mangelndem Erfolg wieder abgab.
Bereits 1986 übernahm Yzerman im Alter von 21 Jahren das Amt des Mannschaftskapitäns. 1987, mittlerweile verstärkt durch Adam Oates, Petr Klíma und Gerard Gallant, erreichten sie zum ersten Mal seit der Aufstockung der Liga Ende der sechziger Jahre das Halbfinale der Playoffs und wiederholten dies im Jahr darauf.
1988/89 spielte Yzerman die beste Saison seiner Karriere, erzielte 155 Punkte und wurde als bester Spieler der NHL von der NHLPA mit dem Lester B. Pearson Award ausgezeichnet. Danach kamen Gerüchte auf, dass Yzerman möglicherweise zu einem anderen Team transferiert würde, doch dies wurde vom Coach der Red Wings, Jacques Demers, dementiert.
Anfang der neunziger Jahre verstärkten sich die Red Wings weiter und holten junge talentierte Spieler ins Team, wie Nicklas Lidström, Sergei Fjodorow und Wjatscheslaw Koslow. Mit Wladimir Konstantinow, Paul Coffey, Dino Ciccarelli und Ray Sheppard wurden auch erfahrenere Spieler verpflichtet.
[Bearbeiten] Die Red Wings im Titelkampf (1993 bis 2004)
Im Jahr 1993 übernahm Scotty Bowman, einer der erfolgreichsten NHL-Trainer aller Zeiten, den Posten als Cheftrainer. 1994 schieden die Red Wings noch im Viertelfinale der Conference aus. Sergei Fjodorow wurde nach der Saison mit der Hart Memorial Trophy als MVP und mit dem Lester B. Pearson Award als bester Spieler der NHL geehrt.
Erfahrene Spieler wie Mike Vernon oder Igor Larionow schlossen sich dem Team an. 1995 erreichten sie endlich wieder das Finale um den Stanley Cup, konnten ihn jedoch nicht gewinnen. In der nächsten Saison scheiterten sie im Finale der Conference an Colorado. Die Torhüter Mike Vernon und Chris Osgood kassierten in der Spielzeit die wenigsten Gegentore und erhielten gemeinsam die William M. Jennings Trophy.
Die Red Wings verstärkten, unter anderem mit Brendan Shanahan, weiter ihr Team und bewiesen eine Konstanz auf hohem Niveau und das sollte auch belohnt werden. 1997 konnten sie zum ersten Mal seit 42 Jahren wieder den Stanley Cup gewinnen. Goalie Mike Vernon wurde als wertvollster Spieler der Playoffs mit der Conn Smythe Trophy geehrt, nachdem sie die Philadelphia Flyers deutlich in vier Spielen besiegt hatten. Doch nur wenige Tage nach dem Triumph verunglückte Verteidiger Wladimir Konstantinow bei einem Autounfall schwer. Er überlebte zwar den Unfall, doch schwere Gehirnverletzungen führten dazu, dass er den größten Teil seines Sprach- und Erinnerungsvermögens verloren hatte und sich die ersten Jahre nach dem Unfall nur mit einem Rollstuhl fortbewegen konnte.
In der Saison 1997/98 trugen die Red Wings auf ihren Trikots ein kreisförmiges Emblem mit dem Wort „Glauben“ in englischer und russischer Sprache, sowie den Initialen von Konstantinow und einem Betreuer der Red Wings, der ebenfalls schwere Verletzungen bei diesem Unfall erlitten hatte.
Sie konnten trotzdem den Stanley Cup verteidigen und feierten mit ihrem ehemaligen Teamkollegen Konstantinow den wiederholten Titelgewinn. Diesmal war es „The Captain“ Steve Yzerman, der als wertvollster Spieler der Playoffs geehrt wurde. Die Zeit vom Amtsantritt von Coach Scotty Bowman bis hin zum zweiten Cup-Gewinn wurde durch Spieler, wie Nicklas Lidström, Brendan Shanahan und den Russian Five um Larionow, Sergei Fjodorow und Wjatscheslaw Fetissow, aber auch durch die Grind Line geprägt. Mit Uwe Krupp kam zu dieser Zeit auch ein deutscher Spieler zu den Red Wings. Allerdings war der erfahrene Verteidiger in seiner Zeit bei den Red Wings von vielen Verletzungen geplagt.
1999 und 2000 scheiterten sie im Halbfinale der Conference und 2001 nach langer Zeit sogar im Viertelfinale. Die Red Wings verstärkten sich in diesen Jahren vor allem mit Veteranen, wie Brett Hull, Chris Chelios, Luc Robitaille und Dominik Hašek. Mit Pawel Dazjuk stieß ein junger Spieler aus Russland zum Team. Diese Verpflichtungen sollten sich für das Team lohnen und so konnte man 2002 erneut den Stanley Cup gewinnen. Nach der Saison gab Trainer Scotty Bowman das Ende seiner Karriere bekannt. Bowman gewann von 1973 bis 2002 insgesamt neun Stanley Cups, drei davon mit Detroit. Sein Nachfolger wurde Dave Lewis, der selbst Spieler der Red Wings gewesen war und seit 1988 als Assistenztrainer für das Team arbeitete.
Die erhoffte Titelverteidigung blieb 2003 aus und man scheiterte überraschend in der ersten Runde. 2004 drang die Mannschaft bis ins Conference-Halbfinale vor. Mit Curtis Joseph und Dominik Hašek hatte man in diesem Jahr eines der vielleicht prominentesten Torhüterteams in der NHL-Geschichte.
[Bearbeiten] Die neue NHL (seit 2004)
Die Saison 2004/05 wurde abgesagt, da sich die Liga, die Teambesitzer und die Spieler nicht auf ein neues Collective Bargaining Agreement, eine Art Tarifvertrag in dem Mindestgehälter, Gehaltsobergrenzen und weitere wirtschaftliche Regelungen festgehalten werden, einigen konnten. Es kam zum Lockout und die Parteien konnten sich erst im Juli 2005 auf ein neues Abkommen einigen.
Die neuen Regelungen hatten Folgen. So wurde eine Gehaltsobergrenze von 39 Millionen US-Dollar festgelegt. Die Red Wings, die durch Gewinne aus den vergangenen Jahren viele Starspieler holten, die dementsprechend verdienten, waren durch die Regelung klar benachteiligt und mussten sich von einigen Spielern trennen. So bezahlten sie Darren McCarty, Derian Hatcher und Ray Whitney ihre Verträge aus, um sich von ihnen zu trennen. Die Startorhüter Dominik Hašek und Curtis Joseph erhielten keine neuen Verträge, stattdessen wurde Chris Osgood als Goalie verpflichtet, der bis 2001 schon acht Jahre in Detroit gespielt hatte und die finanziell eindeutig billigere Lösung war. Mit Manny Legacé, hinter Hašek, Joseph und auch Osgood lange Zeit nur Ersatztorhüter, sowie dem jungen Jimmy Howard hatte man das günstige Torhütergespann komplett. Mit Mike Babcock holte man außerdem einen neuen Trainer. Ex-Trainer Dave Lewis arbeitete weiter bei den Red Wings als Scout, übernahm jedoch 2006 den Trainerposten in Boston.
Trotz der vielen Abgänge spielten die Red Wings 2005/06 herausragendes Eishockey und schlossen die reguläre Saison auf dem ersten Platz der NHL ab. Hoch favorisiert traten sie in der ersten Runde der Playoffs gegen den Außenseiter Edmonton Oilers an. Doch es gestaltete sich schwieriger als erwartet und nach vier Spielen stand es 2:2. Als die Red Wings das nächste Spiel in eigener Halle knapp verloren, bahnte sich eine Sensation an, die durch Edmontons vierten Sieg im sechsten Spiel zur bitteren Wahrheit wurde. Der klare Favorit war schon in der ersten Runde gescheitert.
Außer dem frühen Scheitern in den Playoffs gab es noch ein weiteres negatives Vorkommnis in dieser Saison. Am 21. November 2005 im Spiel gegen die Nashville Predators brach Verteidiger Jiří Fischer mit einem Herzstillstand auf der Bank zusammen. Teamarzt Tony Colucci startete sofort Wiederbelebungsmaßnahmen, die Erfolg hatten. Fischer wurde ins Krankenhaus gebracht und das Spiel abgebrochen.
Nach 23 Jahren bei den Red Wings nahm Steve Yzerman im Sommer 2006 seinen Abschied. Yzerman war 20 Jahre lang Kapitän des Teams und trug damit länger als jeder andere Spieler in der Geschichte der NHL das „C“ auf seinem Trikot. Als Yzerman zur Mannschaft stieß, hatten sie gerade zum fünften Mal in Folge die Playoffs verpasst. In der Zeit, die Yzerman zum Team gehörte, musste man nur noch zwei Mal auf die Endrunde verzichten. Yzerman wurde zum Symbol des Wiederaufstiegs der Red Wings und führte das Team aus den unteren Tabellenregionen bis hin zu drei Stanley Cups. Am 2. Januar 2007 wurde in einer feierlichen Zeremonie, an der auch viele ehemalige Teamkollegen und Größen des Eishockeysports teilnahmen, Steve Yzerman mit einem Banner geehrt, das an die Hallendecke der Joe Louis Arena gehängt wurde. Auf dem Banner ist neben der Nummer 19 auch ein „C“ abgebildet.
Sein Nachfolger als Mannschaftskapitän wurde der Schwede Nicklas Lidström, der damit als erster Europäer das „C“ der Red Wings trägt.
Das Gesicht des Teams änderte sich weiter. Neben Steve Yzerman verließ mit Brendan Shanahan nach zehn Jahren eine weitere wichtige Stütze das Team, dafür kehrte Dominik Hašek zu den Red Wings zurück. Außerdem wurde die Defensive durch Danny Markow verstärkt.
Doch trotz des Verlustes von Yzerman und Shanahan spielten die Red Wings in der Saison 2006/07 wieder an der Spitze der Liga mit. Nicklas Lidström bewies einmal mehr, dass er zu den besten Verteidigern der NHL gehört und Hašek, der auf Grund seiner Verletzungsanfälligkeit als Risiko galt, zeigte, dass er trotz seiner 42 Jahre immer noch einer der besten Torhüter der Liga ist. Im Angriff stachen besonders Henrik Zetterberg und Pawel Dazjuk hervor, die zusammen mit Tomas Holmström die erste Sturmreihe bildeten. Zudem bekamen die jungen Spieler um Jiří Hudler und Valtteri Filppula die Chance sich zu beweisen. Doch die Saison war auch vom Verletzungspech der Red Wings gezeichnet. Für eine kurze Zeit mussten die jungen Jimmy Howard und Joey MacDonald das Torhütergespann bilden, als Hašek und Osgood verletzt fehlten. Auf der Verletzungsliste standen auch Zetterberg, Daniel Cleary, Mathieu Schneider, Mikael Samuelsson und Niklas Kronwall, die allesamt als wichtige Stützen des Teams gelten, doch dank eines ausgeglichenen Kaders konnten die Ausfälle zum größten Teil kompensiert werden. Kurz vor dem Ende der Transferperiode im Februar 2007 wurden mit Kyle Calder und Todd Bertuzzi noch zwei weitere Stürmer verpflichtet. Während sich Bertuzzis Debüt noch auf Grund einer Verletzung verzögerte, konnte Calder gleich für die Red Wings aufs Eis gehen. Am Ende der Regulären Saison konnten sie zum sechsten Mal in Folge den Gewinn der Central Division feiern und belegten zum dritten Mal hintereinander den ersten Platz in der Western Conference. Trotzdem zeigten die Red Wings in der Spielzeit einige Schwächen. Besonders in der Chancenauswertung schwächelte das Team und brauchte im Schnitt mehr Schüsse als jede andere Mannschaft um ein Tor zu erzielen.
Im April 2007 erhielt Pawel Dazjuk einen etwa 45 Millionen US-Dollar schweren Sieben-Jahresvertrag. Nie wurde ein Spieler vorher so lange an das Team gebunden.
In den folgenden Playoffs bezwangen sie in der ersten Runde die heimstarken Calgary Flames nach sechs Spielen. Ebenfalls sechs Spiele dauerte die Serie gegen die jüngeren und eigentlich physisch stärkeren San Jose Sharks an, welche die Red Wings zur Überraschung vieler Experten ebenfalls bezwingen konnten. In der dritten Runde war aber gegen die Anaheim Ducks Schluss, man verlor mit 2-4.
Nach dem Ende der Saison verließen mit Mathieu Schneider und Robert Lang zwei Spieler die Red Wings, die in den vergangenen Jahren zu den wichtigen Stützen der Mannschaft gehörten. Keinen neuen Verträge erhielten ebenfalls Kyle Calder, Todd Bertuzzi und Danny Markow. Als Verstärkung für die Defensive wurde Brian Rafalski von den New Jersey Devils verpflichtet.
Den Red Wings gelang ein guter Start in die Saison 2007/08 und bereits nach dem ersten Monat belegten sie den ersten Platz der Liga. Als wichtigster Spieler in der Anfangsphase der Saison entpuppte sich Stürmer Henrik Zetterberg, der zeitweise die Scorerliste anführte. Trotz einer Schwächephase im November behaupteten die Red Wings die Spitzenposition und bauten den Vorsprung auf die Verfolger aus. Die Überraschung in der Mannschaft war Ersatztorhüter Chris Osgood, der während einer Verletzungspause von Stammtorhüter Hašek durch sehr gute Leistungen überzeugen konnte und zum Lohn eine Einladung für das NHL All-Star Game im Januar erhielt. In eine erste größere Krise gerieten die Red Wings als sie im Februar mit sechs Niederlagen in Folge die längste Niederlagenserie seit 17 Jahren hinnehmen mussten.[1] Begleitet wurde diese Serie mit dem Ausfall von mehr als der Hälfte der Verteidigung, als Nicklas Lidström, Brian Rafalski, die bis zu diesem Zeitpunkt die punktbesten Verteidiger der Saison waren, Niklas Kronwall und der 46-jährige Chris Chelios verletzungsbedingt pausieren mussten. Trotzdem konnte die Mannschaft den ersten Platz in der Liga behaupten und Pawel Dazjuk sowie Henrik Zetterberg kamen in der Scorerliste unter die besten zehn Spieler.
In den Playoffs trafen die Red Wings in der ersten Runde auf die Nashville Predators, gegen die man auch gleich die ersten zwei Heimspiele gewinnen konnte, jedoch auf Grund schwacher Leistungen von Torhüter Hašek die folgenden zwei Spiele in Nashville verlor. Chris Osgood übernahm daraufhin den Posten im Tor und die Red Wings gewannen die Serie schließlich mit 4–2. In der zweiten Runde hatte Detroit wenig Probleme mit dem ehemaligen Erzrivalen Colorado Avalanche, und schon nach vier Spielen zogen die Red Wings in das Finale der Western Conference ein. Johan Franzén war dabei einer der wichtigsten Spieler, da er einen neuen NHL-Rekord mit neun Toren in einer 4 Spiele andauernden Playoff-Serie aufstellte. Im Conference Finale waren die Dallas Stars der Gegner. Die Red Wings gingen in der Serie mit 3–0 in Führung, mussten daraufhin aber zwei Niederlagen hinnehmen. Im sechsten Spiel sicherte die Mannschaft schließlich doch den fünften Einzug ins Stanley Cup-Finale innerhalb von 13 Jahren. Dort bezwang man das junge Team um Sidney Crosby, die Pittsburgh Penguins, mit 4-2 und gewann den vierten Stanley Cup in den letzten elf Jahren.
Die Detroit Red Wings gewannen bisher elf Mal den Stanley Cup, also die Meisterschaft (Stand Juni 2008). Damit sind sie das erfolgreichste Team aus den Vereinigten Staaten und das dritterfolgreichste Team der NHL (erfolgreicher sind nur die kanadischen Mannschaften der Montreal Canadiens und der Toronto Maple Leafs). In den Vereinigten Staaten ist Detroit auch als „Hockeytown“ bekannt.
[Bearbeiten] Spielstätten
In ihrer ersten Saison bestritt das Franchise aus Detroit seine Heimspiele auf kanadischem Boden in der Border Cities Arena. Weil die neue Arena in Detroit noch nicht fertiggestellt war, wich man nach Windsor in der kanadischen Provinz Ontario aus, wo man in der 9.000 Zuschauer fassenden Eishalle spielte.
1927 zog die Mannschaft schließlich ins Detroit Olympia ein, das Platz für 16.700 Zuschauer bot. Am 22. November 1927 bestritten sie das erste Heimspiel im neuen Stadion gegen die Ottawa Senators. Die Detroit Red Wings feierten in der Arena viele Erfolge, darunter sieben Stanley Cup-Siege, aber auch die größte Krise der Mannschaft in den sechziger und siebziger Jahren steht mit dem Detroit Olympia in Verbindung.
Mitte der siebziger Jahre kam innerhalb des Managements der Wunsch nach einer neuen Arena auf. Die Umgebung des Detroit Olympia hatte sich in den vergangenen Jahren zusehends verschlechtert. Bereits 1967 kam es in der Nachbarschaft zu Rassenunruhen, die 43 Tote forderte. Die Teambesitzer erwägten einen Umzug in einen der Vororte der Großstadt, doch eine Offerte der Stadtverantwortlichen für eine neue Arena in zentraler Lage stimmte die Red Wings schließlich um, sodass die Joe Louis Arena, benannt nach dem Schwergewichtsboxer Joe Louis, gebaut wurde. Am 15. Dezember 1979 spielten die Detroit Red Wings ihr letztes Heimspiel im Detroit Olympia und verabschiedeten sich nach 52 Jahren von dieser Spielstätte.
Am 27. Dezember 1979 bestritten die Red Wings ihr erstes Spiel in der Joe Louis Arena gegen die St. Louis Blues. In der neuen 20.066 Zuschauer fassenden Arena gelang es dem Team ihre lange Krise zu überwinden und an die erfolgreichen Jahrzehnte im Detroit Olympia anzuknüpfen. Vier Stanley Cup-Siege konnten sie seit der Eröffnung feiern.
[Bearbeiten] Besitzer und Farmteams
1982 kaufte Mike Ilitch die Red Wings für 8 Mio. US-Dollar von Bruce Norris und hatte großen Anteil am Wandel von einem der schwachen Teams zu einem Spitzenteam, dessen Wert sich bis 2004 auf ca. 16 Mio. $ gesteigert hat. Ilitch hatte sich Ende der 1950er Jahre gegen eine Karriere als Baseball-Profi bei den Detroit Tigers und für eine Karriere als Pizzabäcker entschieden. Sein Erfolg mit Little Caesar’s Pizza gab ihm die Möglichkeit nach den Wings auch 1992 die Tigers zu kaufen. Für seine Verdienste um das Eishockey wurde er in die Hockey Hall of Fame aufgenommen und mit der Lester Patrick Trophy geehrt.
[Bearbeiten] Farmteams
Zu den Red Wings, wie zu allen anderen NHL-Teams, gehören auch Mannschaften in niederklassigeren Ligen, sogenannte Farmteams. Im Falle der Red Wings sind dies die Grand Rapids Griffins in der American Hockey League sowie die Flint Generals und die Port Huron Icehawks in der International Hockey League. Bis zur Saison 98/99 waren die Adirondack Red Wings, eines der ältesten und traditionsreichsten Teams der AHL, das Farmteam. Von 99/00 bis 01/02 teilte man sich mit Anaheim die Cincinnati Mighty Ducks.
Die Farmteams der Detroit Red Wings seit 1932:[2]
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[Bearbeiten] Diverses
[Bearbeiten] Maskottchen und Oktopus-Tradition
Einen besonderen Brauch gibt es in Detroit während der Playoffs: Die Fans werfen Tintenfische aufs Eis. Dieser Brauch besteht seit 1952, als der Fischhändler Peter Cusimano einen achtarmigen Oktopus aufs Eis geworfen hatte, um zu symbolisieren, dass man damals acht Siege benötigte, um den Stanley Cup zu gewinnen. Die Red Wings holten in diesem Jahr den Cup und eine Tradition war geboren und ist bis heute erhalten geblieben.
Al Sobotka, Eismaschinenfahrer und als Eis-Manager hauptverantwortlich für die Spielfläche der Joe Louis Arena, ist der Leidtragende der Oktopus-Würfe, da er die toten Tiere vom Eis aufsammeln muss. Dies nutzt er allerdings um selbst das Publikum anzuheizen, indem er einen aufgesammelten Oktopus an den Armen greift und über seinen Kopf schleudert. Diese Tradition erfuhr aber in der Playoffs 2008 einen Dämpfer, als die Ligaleitung beschloss, dass nur noch der Linienrichter die Tintenfische entsorgen darf. Doch diese Regelung wurde nur wenig später etwas gelockert und die NHL erlaubte es Sobotka die Tintenfische an der Einfahrt für die Eismaschinen über seinem Kopf zu schleudern. Zudem erklärte ein Fischhändler aus Pittsburgh im selben Jahr, dass er während den Heimspielen der Pittsburgh Penguins im Stanley Cup-Finale gegen Detroit an Anhänger der Red Wings keine Tintenfische verkaufen werde.
Abgeleitet aus der Oktopus-Tradition ist auch das Maskottchen „Al“ entstanden, das den Namen zu Ehren Sobotkas erhalten hat. Während den Playoffs hängen zwei große Oktopus-Figuren unter dem Dach der Joe Louis Arena, deren 16 Arme die 16 Siege symbolisieren, die eine Mannschaft heute zum Gewinn des Stanley Cup braucht.[3]
[Bearbeiten] Rivalitäten
Traditionelle Rivalitäten pflegen die Detroit Red Wings zu den anderen fünf Mannschaft der Original Six, den verbliebenen Mannschaften aus den Anfangsjahren der NHL. Jedoch spiegelt sich das nicht in besonderer Form auf dem Eis wieder.
Mitte der neunziger Jahre entstand eine Rivalität mit der Colorado Avalanche. Im Conference Finale der Playoffs 1996 erlitt Red Wings-Spieler Kris Draper schwere Gesichts- und Kopfverletzungen, nachdem er von Gegenspieler Claude Lemieux in die Bande gecheckt wurde. Colorado gewann im weiteren Verlauf die Serie und im Finale schließlich den Stanley Cup. In der darauffolgenden Saison kam es im aufgrund des Vorfalls aus dem Vorjahr in einem Spiel zu einer Massenschlägerei auf dem Eis zwischen beiden Mannschaft im Brawl in Hockeytown. Nur einige Wochen später trafen beide Teams erneut im Conference Finale aufeinander und diesmal ging Detroit als Sieger hervor, die schließlich auch den Stanley Cup gewannen.
Auch in den folgenden Jahren kam es immer wieder zu hitzigen Auseinandersetzung zwischen beiden Mannschaften. Nicht nur aufgrund des Vorfalls von 1996, sondern auch weil beide Mannschaften zur der damaligen Zeit zu den besten Teams der Liga gehörten, zwischen 1996 und 2002 gemeinsam fünf Mal den Stanley Cup gewannen und regelmäßigen in den Playoffs aufeinandertrafen. 1999 und 2000 musste sich Detroit bereits im Conference Halbfinale Colorado geschlagen geben. In den Playoffs 2002 lagen die Red Wings im Conference Finale bereits mit 2:3 in der Serie zurück, ehe Colorados Torhüter Patrick Roy, der einer der Hauptprotagonisten der Rivalität war, durch einen schweren Fehler im sechsten Spiel den Detroit Red Wings zum 3:3-Ausgleich verhalf. Roy nahm an, dass er den Puck mit seinem Fanghandschuh gefangen hätte und riss seine Hand in die Luft. Doch der Puck lag noch auf dem Eis und die Red Wings nutzten die Unachtsamkeit Roys aus. Der Fehler wurde später unter den Fans der Red Wings unter dem Namen Statue of Liberty bekannt. Im entscheidenden siebten Spiel wurde Roy und die Avalanche mit einem 7:0 gedemütigt und Detroit zog weiter auf dem Weg zu einem weiteren Stanley Cup-Sieg.
Dies stellte auch den inoffiziellen Schlusspunkt der Rivalität beider Mannschaft dar, weil viele Spieler aus dem Jahr 1996 mittlerweile für andere Mannschaften spielten oder ihre Karriere beendet hatten. Die Rivalität kühlte daraufhin ab.
[Bearbeiten] Referenzen in der Popkultur
Ein prominenter Fan der Detroit Red Wings ist die Figur „Dr. Percival ‚Perry‘ Cox“ (gespielt von John C. McGinley) in der US-amerikanischen Krankenhaus-Sitcom Scrubs. In der Serie trägt Dr. Cox häufig das Red Wings-Trikot und erklärt in einer Folge einem jungen Arzt sogar, „warum die Detroit Red Wings das beste Profi-Sportteam aller Zeiten sind“. Tim Taylor (gespielt von Tim Allen) aus der Fernsehserie Hör mal, wer da hämmert ist ebenfalls ein Fan der Red Wings, weshalb er in manchen Folgen das Trikot des Teams aus Michigan trägt. Ebenfalls war Tupac Amaru Shakur (2Pac) ein Detroit Red Wings Fan. Er trägt in vielen seiner Musikvideos das Shirt der Red Wings. Ein weiterer Fan der Detroit Red Wings ist die Figur „Joey Gladstone“ (gespielt von Dave Coulier) in der Serie Full House. Er trägt ebenfalls oft ein Trikot der Red Wings und sehr selten auch ein Trikot der Detroit Tigers.
[Bearbeiten] Trikotdesign und Logo
Als das Franchise 1926 unter dem Namen Detroit Cougars gegründet wurde, waren die Teamfarben bereits rot und weiß. Das Trikot in der Debütsaison war dementsprechend hauptsächlich weiß mit einem roten Brustring, auf dem ein gotisches „D“ zu sehen war. Zudem gab es an jedem Ärmel einen roten Streifen. Nach der ersten Spielzeit wurde das Trikotdesign dahingehend geändert, dass ober- und unterhalb des Brustrings noch zwei weitere schmalere Ringe hinzu kamen und auf der Brust „Detroit“ zu lesen war. Als der Name der Mannschaft 1930 in Detroit Falcons geändert wurde, trat die Mannschaft in mit rot-weißen Querstreifen auf und der Aufschrift des Teamnamens.
1932 kam es erneut zu einer Namensänderung, als James Norris sr. das Franchise kaufte. Norris hatte als junger Mann für den Montreal Hockey Club gespielt, die wegen ihres Emblems, einem Rad mit Flügeln, auch Winged Wheelers genannt wurden. Inspiriert davon entschied er, dass seine Mannschaft aus Detroit ebenfalls mit einem geflügelten Rad auf dem Trikot auflaufen sollte und der Teamname in Red Wings umbenannt wird.
Seitdem wurde das Design der Trikots nur minimal verändert wurden. Signifikant für das rote Trikot ist dabei dabei ein weißer Streifen auf dem Ärmel in Höhe des Ellenbogen sowie ein weißer Streifen unterhalb des Teamlogos, dass bei allen NHL-Teams die Brustpartie bestimmt. Dieser Bruststreifen ist auch in roter Farbe auf den weißen Trikots vorzufinden, bei diesen sind zudem die Arme in der Fabe rot gehalten.
Die wichtigste Änderung des Trikotdesigns zur Saison 2007/08 war ein ligaweiter Ausrüsterwechsel, am Design der Red-Wings-Trikots änderte sich jedoch, wie bei allen anderen Teams der traditionellen Original Six, bis auf minimale Abweichungen nichts. Nach den Vorschriften der Liga muss das Heimtrikot seit 2003 in einer dunklen, das Auswärtstrikot in einer hellen Grundfarbe gestaltet sein. Für die Ausrüstung der Red Wings bedeutet dies, dass das Team bei Heimspielen in den roten, bei Auswärtsspielen in den weißen Jerseys antritt.
[Bearbeiten] Erfolge und Ehrungen
[Bearbeiten] Sportliche Erfolge
| Stanley Cups | |
| Saison | |
| 1935/36, 1936/37, 1942/43, 1949/50, 1951/52, 1953/54, 1954/55, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08 |
|
| Presidents' Trophies | |
| Saison | |
| 1994/95, 1995/96, 2001/02, 2003/04, 2005/06, 2007/08 | |
| Conference Championships | Saison |
| Clarence S. Campbell Bowl | 1994/95, 1996/97, 1997/98, 2001/02, 2007/08 |
| Prince of Wales Trophy | 1933/34, 1935/36, 1936/37, 1942/43*, 1949/50*, 1950/51*, 1951/52*, 1952/53*, 1953/54*, 1954/55*, 1956/57*, 1964/65* |
| Division Championships | Saison |
| American Division | 1933/34, 1935/36, 1936/37 |
| Norris Division | 1987/88, 1988/89, 1991/92 |
| Central Division | 1993/94, 1994/95, 1995/96, 1998/99, 2000/01, 2001/02, 2002/03, 2003/04, 2005/06, 2006/07, 2007/08 |
* In der Zeit der „Original Six“ wurde in nur einer Division gespielt. Das
beste Team der regulären Saison erhielt die Prince of Wales Trophy.
1934 kamen die Detroit Red Wings zu ihrer ersten von insgesamt 23 Finalteilnahmen um den Stanley Cup und unterlagen gegen die Chicago Blackhawks. Zwei Jahre später in der Saison 1935/36 gewannen sie schließlich erstmals die Trophäe und verteidigten den Titel im Jahr darauf. In den vierziger Jahren standen die Red Wings sechs Mal im Finale, konnten aber nur ein Mal die Meisterschaft gewinnen und mussten sich in vier Finals alleine den Toronto Maple Leafs geschlagen geben. Die ersten Jahre des folgenden Jahrzehnt dominierte das Franchise aus Detroit und gewann von 1950 bis 1955 vier Stanley Cups.
Danach begann eine lange Durststrecke von 42 Jahren, in denen sie zu sechs Finalteilnahmen kamen, die jedoch alle ohne Erfolg blieben. Erst 1997 konnten sie wieder das Stanley Cup-Finale für sich entscheiden und ließen eine erfolgreiche Titelverteidigung im nächsten Jahr folgen. 2002 gewannen die Red Wings als erstes US-amerikanischen NHL-Team zum zehnten Mal den Stanley Cup und fügten in der Saison 2007/08 einen weiteren hinzu.
Neben dem Stanley Cup konnten die Detroit Red Wings noch weitere NHL-Trophäen gewinnen. Die Prince of Wales Trophy gewannen sie zwölf Mal, davon drei Mal als sie von 1924 bis 1938 für das besten Team der American Division verliehen wurde und neun Mal als sie von 1939 bis 1967 die beste Mannschaft der regulären Saison erhielt. Mittlerweile wird die Trophäe an den Playoff-Sieger der Eastern Conference vergeben, wodurch die Red Wings die Prince of Wales Trophy nicht mehr gewinnen können. Das Gegenstück zu ihr, den Clarence S. Campbell Bowl, gewann Detroit 1995 erstmals als Sieger der Western Conference-Playoffs und erhielt diese Trophäe mittlerweile fünf Mal.
Die seit 1986 verliehene Presidents' Trophy für den Meister der regulären Saison ging zum ersten Mal nach der Saison 1994/95 nach Detroit. Seitdem feierten die Red Wings fünf weitere Gewinne der Auszeichnung und sind mit sechs Erfolgen Rekordhalter, gefolgt von fünf Mannschaften mit je zwei Trophäen.
Zudem gewann das Team in seiner Geschichte 17 Divisions-Meisterschaften. Je drei Mal waren sie die beste Mannschaft der American Division und der Norris Division. Die 1993 gegründete Central Division führten sie in elf von 14 Spielzeiten an, darunter in sieben aufeinanderfolgenden Saisons von 2001 bis 2008, nur unterbrochen durch die wegen des Lockout abgesagten Saison 2004/05 als es keinen Sieger gab.
[Bearbeiten] Individuelle Auszeichnungen
Art Ross Trophy: Zwei Spieler in der Geschichte der Red Wings konnten die Trophäe für den besten Scorer der Saison gewinnen. Ted Lindsay erhielt sie 1950, während Gordie Howe in den folgenden vier Jahren Punktbester der Liga war und noch weitere zwei Male die Trophäe in Empfang nehmen durfte.
- 1950 – Ted Lindsay
- 1951 – Gordie Howe
- 1952 – Gordie Howe
- 1953 – Gordie Howe
- 1954 – Gordie Howe
- 1957 – Gordie Howe
- 1963 – Gordie Howe
Bill Masterton Memorial Trophy: Brad Park erhielt die Trophäe als erster Spieler von Detroit 1984 für seine Hingabe zum Eishockeysport, nachdem er im Alter von 35 Jahren einen neuen Teamrekord für die meisten Torvorlagen durch einen Verteidiger aufstellte. 2003 wurde die Trophäe Steve Yzerman verliehen, weil er trotz starker Verletzungsprobleme in der Vorsaison den Red Wings zum Gewinn des Stanley Cup verhalf.
Calder Memorial Trophy: Zur Einführung der Auszeichnung für den besten Neuprofi in der Saison 1932/33 wurde mit Carl Voss gleich ein Spieler der Red Wings ausgezeichnet. Der nächste Spieler der Red Wings war 1948 Jim McFadden. Er hatte in seiner Premierensaison 48 Punkte erzielt und mit Detroit das Finale um den Stanley Cup erreicht. 1951 wurde Torhüter Terry Sawchuk ausgezeichnet, der sich zu einer festen Größe in der Liga entwickelte. Sein Nachfolger im Tor, Glenn Hall, debütierte fünf Jahre später und erhielt diese Ehrung ebenfalls. Mit Roger Crozier erhielt 1965 ein weiterer Torhüter der Red Wings die Auszeichnung als bester Rookie.
Conn Smythe Trophy: Die Ehrung für den wertvollsten Spieler der Play-offs ging im zweiten Jahr ihres Bestehens an Detroits Torhüter Roger Crozier, obwohl die Mannschaft das Stanley Cup-Finale 1966 verlor. Erst 31 Jahre später erhielt mit Mike Vernon wieder ein Spieler der Red Wings und erneut ein Torhüter die Trophäe, aber diesmal nach einer erfolgreichen Finalserie. Im Jahr darauf war es Steve Yzerman, der mit sechs Toren und 18 Vorlagen, wertvollster Spieler der Endrunde war. 2002 erhielt mit dem schwedischen Verteidiger Nicklas Lidström erstmals ein Europäer diese Auszeichnung. Sechs Jahre später folgte mit seinem Landsmann Henrik Zetterberg der zweite europäische Preisträger, der sowohl durch seine Offensivleistungen als auch durch seine Defensivqualitäten überzeugte.
- 1966 – Roger Crozier
- 1997 – Mike Vernon
- 1998 – Steve Yzerman
- 2002 – Nicklas Lidström
- 2008 – Henrik Zetterberg
Frank J. Selke Trophy: Der Russe Sergei Fjodorow gewann die Auszeichnung für den Stürmer mit den besten Defensivqualitäten erstmals 1994 und erhielt die Trophäe 1996 ein zweites Mal. Steve Yzerman, der sich in den neunziger Jahren von einem ausschließlich offensiv spielenden Stürmer zu einem sehr guten Allrounder gewandelt hatte, wurde im Jahr 2000 ausgezeichnet. Mit Kris Draper erhielt ein Spieler der defensiven Grind Line 2004 die Auszeichnung. 2008 erhielt mit Pawel Dazjuk wieder ein russischer Spieler aus Detroit die Trophäe für sein Spiel in der eigenen Verteidigungszone.
- 1994 – Sergei Fjodorow
- 1996 – Sergei Fjodorow
- 2000 – Steve Yzerman
- 2004 – Kris Draper
- 2008 – Pawel Dazjuk
Hart Memorial Trophy: Verteidiger Ebbie Goodfellow war der erste Red Wings, der 1940 als wertvollster Spieler der NHL ausgezeichnet wurde. 1949 erhielt Sid Abel die älteste Auszeichnung der Liga nach der bis dahin besten Saison seiner Karriere. Von 1952 bis 1963 erhielt Gordie Howe die Trophäe sechs Mal. Öfter wurde zuvor kein anderer Spieler als MVP geehrt und nur Wayne Gretzky konnte diesen Rekord brechen. Sergei Fjodorow erhielt die Auszeichnung 1994 als vierter Red Wing, nachdem er in der Saison seine Fähigkeiten sowohl in der Offensive als auch in der Defensive unter Beweis gestellt hatte.
- 1940 – Ebbie Goodfellow
- 1949 – Sid Abel
- 1952 – Gordie Howe
- 1953 – Gordie Howe
- 1957 – Gordie Howe
- 1958 – Gordie Howe
- 1960 – Gordie Howe
- 1963 – Gordie Howe
- 1994 – Sergei Fjodorow
James Norris Memorial Trophy: Red Kelly war 1954 der erste Spieler, der die erstmals vergebene Auszeichnung für den besten Verteidiger erhielt, nachdem er bereits schon in den Jahren zuvor einer der besten offensiven Verteidiger war. Erst über 40 Jahre später konnte 1995 mit Paul Coffey wieder ein Spieler aus Detroit die Trophäe gewinnen, der ebenfalls durch sein offensives Spiel beeindrucken konnte. Von 2001 bis 2008 war der Schwede Nicklas Lidström der dominierende Mann unter den Verteidigern und erhielt die Auszeichnung in sechs von sieben Spielzeiten. Nur zwei Spieler wurden in der NHL-Geschichte öfter ausgezeichnet.
- 1954 – Red Kelly
- 1995 – Paul Coffey
- 2001 – Nicklas Lidström
- 2002 – Nicklas Lidström
- 2003 – Nicklas Lidström
- 2006 – Nicklas Lidström
- 2007 – Nicklas Lidström
- 2008 – Nicklas Lidström
Jack Adams Award: Bobby Kromm erhielt 1978 die Auszeichnung als bester Trainer der NHL, als er die Detroit Red Wings erstmals nach acht Jahren wieder in die Playoffs geführt hatte. Jacques Demers wurde sogar zweimal in Folge in den Jahren 1987 und 1988 ausgezeichnet, nachdem sich die Red Wings innerhalb von zwei Spielzeiten von 40 auf 93 Punkte steigern konnten. 1996 wurde schließlich Scotty Bowman geehrt, der mit den Red Wings 62 Siege in der regulären Saison errang und somit einen neuen NHL-Rekord aufstellte.
- 1978 – Bobby Kromm
- 1987 – Jacques Demers
- 1988 – Jacques Demers
- 1996 – Scotty Bowman
King Clancy Memorial Trophy: Brendan Shanahan wurde als erster und bisher einziger Spieler der Red Wings 2003 für seine Führungsqualitäten und sein soziales Engagement ausgezeichnet.
Lady Byng Memorial Trophy: 1937 erhielt mit Marty Barry erstmals ein Red Wing die Auszeichnung für den Spieler, der einen hohen sportlichen Standard mit Fairness am besten kombiniert. Barry hatte die beste Saison seiner Karriere gespielt und in 44 Spielen nur sechs Strafminuten verbüßen müssen. Bill Quackenbush wurde 1949 geehrt, da er keine einzige Strafe erhalten hatte. Verteidiger Red Kelly erhielt die Auszeichnung gleich dreimal und Earl Reibel wurde 1956 ausgezeichnet. Alex Delvecchio, der in seiner Karriere in 1550 Spielen auf dem Eis stand, aber nur 383 Strafminuten erhalten hatte, gewann die Trophäe dreimal. In der Saison 1974/75 war Marcel Dionne drittbester Scorer der Liga und gehörte mit 14 Strafminuten auch zu den fairsten, weshalb er die Trophäe erhielt. Über 30 Jahre später konnte Pawel Dazjuk von 2006 bis 2008 die Auszeichnung drei Mal in Folge gewinnen.
- 1937 – Marty Barry
- 1949 – Bill Quackenbush
- 1951 – Red Kelly
- 1953 – Red Kelly
- 1954 – Red Kelly
- 1956 – Earl Reibel
- 1959 – Alex Delvecchio
- 1966 – Alex Delvecchio
- 1969 – Alex Delvecchio
- 1975 – Marcel Dionne
- 2006 – Pawel Dazjuk
- 2007 – Pawel Dazjuk
- 2008 – Pawel Dazjuk
Lester B. Pearson Award: Yzerman war mit 155 Punkten zwar nur drittbester Scorer in der Saison, doch die Aktiven der Liga wählten ihn 1989 trotzdem zum besten Spieler der Spielzeit. 1994 erhielt Sergei Fjodorow die Auszeichnung, nachdem er die beste Saison seiner Karriere absolviert hatte.
Lester Patrick Trophy: Bisher wurden zehn Personen, die der Organisation der Red Wings angehörten, für ihr Engagement um den Eishockeysport in den USA geehrt. Detroits langjähriger General Manager und Trainer Jack Adams war 1966 die erste Persönlichkeit überhaupt, die mit der Trophäe geehrt wurde. Es folgten bis 1975 die Spieler Gordie Howe, Alex Delvecchio und Terry Sawchuk sowie Trainer Tommy Ivan und Teambesitzer Bruce Norris. 1991 wurde mit Mike Illitch ein weiterer Besitzer der Red Wings ausgezeichnet und 2001 erhielt Trainer Scotty Bowman die Ehrung. Alleine im Jahr 2006 wurden mit Steve Yzerman, Reed Larson und Marcel Dionne drei ehemalige Aktive ausgezeichnet.
- 1966 – Jack Adams
- 1967 – Gordie Howe
- 1971 – Terry Sawchuk
- 1974 – Alex Delvecchio
- 1975 – Tommy Ivan
- 1975 – Bruce Norris
- 1991 – Mike Ilitch
- 2001 – Scotty Bowman
- 2006 – Marcel Dionne
- 2006 – Reed Larson
- 2006 – Steve Yzerman
Mark Messier Leader of the Year Award: Als der Preis für den Spieler, der durch seine Leistungen und Führungsqualitäten herausragt, im Jahr 2007 verliehen wurde, war Chris Chelios der erste Preisträger. Der damals 45-jährige Verteidiger hatte gerade seine 23. Saison in der NHL hinter sich und war im Laufe seiner Karriere Mannschaftskapitän bei zwei Mannschaften.
- 2007 –