Damiano Cunego – Wikipedia

Damiano Cunego

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Damiano Cunego beim Giro d’Italia 2006

Damiano Cunego (* 19. September 1981 in Verona) ist ein italienischer Radrennfahrer.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Karriere

[Bearbeiten] 1997–2001

Cunego kam erst mit 16 Jahren zum Radsport. Schon drei Jahre später wurde Cunego in seiner Heimatstadt Verona 1999 Junioren-Straßenweltmeister. In den folgenden Jahren wurde Cunego aufgrund seines Körperbaus und seiner Fahrweise in der Presse zunehmend als „der neue Pantani bezeichnet.

[Bearbeiten] 2002–2004

2002 wechselte Cunego ins Profilager. Im Jahr 2004 gewann der seinerzeit beim italienischen Team Saeco fahrende Cunego zunächst die Trentino- und die Apenninen-Rundfahrt. Wenige Wochen später gewann der erst 22-jährige auch beim berühmten Giro d’Italia, die nach der Tour de France als das schwerste Etappenrennen der Welt gilt. Neben dem Gesamtsieg erzielte er weitere vier Etappenerfolge, obwohl er eigentlich als Helfer seines Teamkollegen, des zweimaligen Giro-Siegers Gilberto Simoni, eingeplant gewesen war.

Cunego konnte seine Leistungen vom Giro im weiteren Saisonverlauf durchaus bestätigen: Nach guten Leistungen bei der Vuelta a España und der Straßenrad-WM gewann der Italiener das letzte Rad-Weltcup-Rennen der Saison, die prestigeträchtige Lombardei-Rundfahrt. Damit war er der erste Fahrer seit Laurent Jalabert 1995, der im selben Jahr eine der großen drei Landesrundfahrten und einen Eintages-Klassiker gewinnen konnte. Die Saison 2004 beendete Cunego als Führender der letzten konventionellen UCI-Weltrangliste.

[Bearbeiten] 2005

Im Jahr 2005 fuhr Cunego für das Team Lampre-Caffita, das sich wegen der Einführung der UCI ProTour aus den Teams Lampre-Daikin und Saeco zusammensetzte. Beim Giro d’Italia gelang es ihm jedoch nicht, an die Form des Vorjahres anzuknüpfen. Im Nachhinein wurde als Erklärung für das Leistungsdefizit eine Erkrankung am Pfeifferschen Drüsenfieber diagnostiziert. Cunego wurde trotz des Drüsenfiebers 18. und leistete viele Helferdienste für Gilberto Simoni. Aufgrund seiner Erkrankung musste er auch seinen ersten geplanten Start bei der Tour de France absagen.

[Bearbeiten] 2006–2007

In der Saison 2006 stand Cunego bei Lampre-Fondital (vormals Lampre-Caffita) unter Vertrag. Cunego ist nun alleiniger Kapitän des italienischen Rennstalls, denn Simoni wechselte auf Grund des ewigen Zwists mit Cunego zu Saunier Duval-Prodir. Cunego startete 2006 sowohl beim Giro d’Italia, den er mit 18:16 min auf Sieger Ivan Basso als Vierter beendete, als auch bei der Tour de France, wo er das Weiße Trikot als bester Nachwuchsfahrer gewann und den 12. Platz belegte. Mitte August 2006 beendete Cunego seine Saison da er mit Giro und Tour insgesamt schon über 6000 km in den Beinen hatte.

Beim Giro d’Italia 2007 belegte Cunego den fünften Gesamtrang mit 3:49 min. Rückstand auf den Sieger des Giro, Danilo Di Luca (Liquigas). Anschließend ließ er seine Form bei der Tour de Suisse ausklingen. Dort war er in den entscheidenden Etappenphasen immer vorne und belegte am Ende den fünften Gesamtrang mit 1:41 Rückstand auf Sieger Wladimir Karpez (Caisse d’Epargne).

Im August startete Cunego bei der Deutschland-Tour um seine Form in Hinblick auf die Vuelta, die Weltmeisterschaften und der Lombardei-Rundfahrt zu testen. Dies gelang Damiano Cunego unter anderem mit einem Etappensieg auf der vierten Etappe in Sonthofen, auf der er sich vor Davide Rebellin (Gerolsteiner) und David López García (Caisse d'Epargne) durchsetzte und auf der Königsetappe hinauf nach Sölden (Österreich) zum Rettenbachferner, auf der er den vierten Platz belegte. Nach dem Einzelzeitfahren rutschte er im Gesamtklassement auf Rang 20 ab. Zur Schlussetappe nach Hannover trat er nicht mehr an, weil er sich, s. o., für seine weiteren Saisonhöhepunkte schonen wollte.

Im September fuhr Cunego die Vuelta a España 2007, jedoch gab er nach Etappe 15 das Rennen auf. Cunego war auf der 1. Etappe schwer gestürzt. Er konnte das Rennen jedoch fortsetzen, musste anschließend mit 13 Stichen an Knie und Ellbogen genäht werden. Auf den folgenden Etappen fuhr er mit dicken Verbänden an Knie und Ellbogen. Ebenso musste er mit Antibiotika behandelt werden. So verlor Cunego auf der vierten Etappe hinauf zu den Lagos de Covadonga 18:03 min und war früh schon aus dem Favoritenkreis gestrichen. Auch auf den weitern Flachetappen verlor er regelmäßig etwa 2:00 min auf das Peloton, also auf das Hauptfeld. Der einzige Teamkollege, der immer bei ihm blieb und ihn die Berge hinaufzog, war Paolo Tiralongo. Dieser stieg jedoch auf der elften Etappe nach Ordino-Arcalis (AND) aus, während Cunego dort in einer Fluchtgruppe fuhr. Auch auf den weiteren Etappen verlor Cunego wieder Zeit im Flachen, versuchte sein Glück jedoch immer wieder in Fluchtgruppen. Schließlich gelang es ihm auf der 15. Etappe nach Granada, wieder in einer Ausreißergruppe zu fahren. Es gelang ihm auf der Etappe mit einer Bergwertung der 1. Kategorie und anschließender 20 km langer Abfahrt mit mehreren Teamkollegen, in die Fluchtgruppe zu springen. Am letzten Anstieg des Tages löste sich Cunego von seinen Fluchtgefährten und versuchte sein Glück alleine. Jedoch erhöhten die Favoriten um den Gesamtführenden Denis Menschow (Rabobank) hinten das Tempo, und so holte Manuel Beltrán (Liquigas) Cunego kurz vor der Kuppe ein. Den Etappensieg sicherte sich Samuel Sánchez (Euskaltel-Euskadi) vor Beltran. Cunego kam als Sechster mit 41 Sekunden Rückstand ins Ziel. Am folgenden Ruhetag kehrte Cunego mit dem Flugzeug nach Italien zurück, um seine ansteigende Form im Hinblick auf die Straßen-WM in Stuttgart weiter im Training zu verbessern. Bei der Straßenrad-WM 2007 in Stuttgart wurde Cunego 50ter, nachdem er vorher wertvolle Helferdienste für seinen Kapitän, den alten und neuen Weltmeister, Paolo Bettini leistete.

Im letzten Saisonrennen, der prestigeträchtigen Lombardei-Rundfahrt konnte er seine Herbstform mit einem Sieg im Sprint gegen Riccardo Ricco unter Beweis stellen. Die beiden Italiener bestimmten das Renngeschehen und konnten sich am letzten Anstieg nach mehrfachen Attacken von ihrer Konkurrenz absetzen.

[Bearbeiten] 2008

Im Jahr 2008 fuhr Damiano zuerst Paris-Nizza, um seine Form in Hinblick auf sein großes Hauptziel in diesem Jahr, die Tour de France, zu testen. Da er auf der ersten Etappe schon rund 7 min auf die Favoriten verlor, wurde er schnell aus dem Favoritenkreis für Paris-Nizza 2008 gestrichen. Da er sich auf allen bergigen Etappen vorne zeigte und mit den Spitzenreitern mithielt, schloss er Paris-Nizza in der Gesamtwertung auf einem guten 17ten Rang, mit 7.48 min auf den Gesamtsieger Davide Rebellin vom Team Gerolsteiner, ab. Dank einer starken Leistung beim diesjährigen Amstel Gold Race konnte Cunego aus der Favoritengruppe heraus das Rennen für sich entscheiden. Er setzte sich vor Frank Schleck im Sprint durch, wobei beide Fahrer 50m vor dem Ziel beinahe falsch abgebogen wären. Drei Tage später beim Wallonischen Pfeil belegte er einen starken 3. Platz, wobei er seine Frühform bestätigte. Bei Liège-Bastogne-Liège am darauf folgenden Sonntag lief es für Damiano nicht sehr gut. Er fiel 20km vor dem Ziel aus der Gruppe der Top-Favoriten raus. Da er es später noch mit Krämpfen zutun bekam beendete er dieses Rennen auf einem unbedeutenden 30. Platz. Auf den Giro d'Italia verzichtete er dieses Jahr, da die Tour de France sein großes Ziel ist. Leider lief es bei der Tour überhaupt nicht so, wie es sich Damiano gewünscht hätte. Durch frühe Stürze gekennzeichnet hatte er schon auf der sechsten Etappe schon 32sek. Rückstand auf den Tagessieger Ricco und die anderen Favoriten. Auch auf den Hochgebirgsetappen in den Pyrenäen verlor er mehr als 6min auf Fahrer wie Evans oder Fränk Schleck. Auf der Alpen-Etappe nach Prato Nevoso in Italien hatte er sich besonders viel vorgenommen, da im Ziel Cunego's Frau sowie seine 2jährige Tochter warteten. Doch auch hier machte ihm ein Sturz sein Vorgenommenes zunichte. Am Ende verlor er auch in den Alpen eine ganze Menge Zeit und lag danach auf einem unbedeutenden und aussichtslosen 14. Gesamtrang wobei er vorher als einer der Top-Favoriten galt. Seinen schlimmsten Sturz hatte Damiano auf der 18. Etappe nach St. Etienne. Er stürzte nach rund 20km und trug eine Wunde am Kinn davon sowie Schrammmen an Bein und Arm. Noch minutenlang musste er vom Tourarzt behandelt werden, konnte das Rennen aber anschließend fortsetzen. Mit der Hilfe von 4 Teamkollegen, allen voran sein Freund Paolo Tiralongo, quälte er sich ins Ziel mit einem Rückstand von mehr als 10min auf das Hauptfeld mit den Favoriten. Nach der Etappe besuchte er ein Krankenhaus um sich noch einmal untersuchen zu lassen. Er trug zwar keine schweren Verletzungen davon, dennoch gab er das Rennen am selben Abend auf. Seinen Start bei den Olympischen Spielen in Peking musste er aufgrund der Verletzungsfolgen trotzdem absagen. Bei den Weltmeisterschaften Ende September wurde er hinter seinen Teamkollegen und Landsmann Alessandro Ballan Vizeweltmeister im Straßenrennen. Danach konnte er erneut die Lombardei-Rundfahrt gewinnen.

[Bearbeiten] Erfolge

1999

2002

2003

2004

2005

2006

2007

2008

[Bearbeiten] Teams

[Bearbeiten] Weblinks

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