DHB-Pokal – Wikipedia

DHB-Pokal

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Dieser Artikel beschreibt den DHB-Pokal der Männer in Deutschland. Für gleichnamigen Frauen-Wettbewerb siehe DHB-Pokal der Frauen.

Der DHB-Pokal ist der wichtigste deutsche Handball-Pokalwettbewerb für Vereinsmannschaften. Er wird jährlich vom Ligaverband der Handball-Bundesliga (HBL) veranstaltet. Anders als es der Name erwarten lässt, ist der DHB seit den 1990er Jahren nicht mehr Veranstalter des Wettbewerbs. Der Name wurde aus Gründen der Tradition beibehalten.

Neben dem laufenden Spielbetrieb in den Handball-Ligen wird er im Ausscheidungsverfahren bestritten. Es nehmen jährlich 106 Mannschaften daran teil, darunter alle Bundesligisten (1. und 2. Bundesliga) der Vorsaison. Die weiteren 52 Vereine qualifizieren sich über regionale Pokalwettbewerbe.

Der DHB-Pokal wird in insgesamt sieben aufeinander folgenden K.o.-Runden ausgetragen, deren letzte das Endspiel ist. In der ersten Runde erhalten alle achtzehn aktuellen Mannschaften der 1. Bundesliga sowie vier weitere Vereine ein Freilos.

Der DHB-Pokalsieger ist in der folgenden Saison zur Teilnahme am Europapokal der Pokalsieger berechtigt und spielt zu Beginn der Folgesaison gegen den deutschen Meister um den HBL-Supercup.

In der DDR wurde bis 1991 der DHV-Pokal ausgerichtet.

[Bearbeiten] Final Four der Männer in Hamburg

1994 hat der Deutsche Handballbund beschlossen, ein Endspiel-Wochenende (Final Four) zu veranstalten. Am Final Four nehmen die Sieger der Viertelfinal-Spiele teil und ermitteln den DHB-Pokalsieger, dabei werden die beiden Halbfinalbegegnungen auf einem Samstag und das Finale am unmittelbar darauf folgenden Sonntag gespielt. Bis 2002 war der Austragungsort des Final Four die Sporthalle Hamburg.

Nach der Fertigstellung der Color Line Arena Ende 2002 wurde am 12. und 13. April 2003 das Final Four erstmals in der Color Line Arena in Hamburg ausgetragen. In der Multifunktionsarena entwickelte sich das Final Four zu einem Event und der Pokalwettbewerb gewann an Attraktivität bei Vereinen und Besuchern. Mittlerweile ist die Color Line Arena an den Endspiel-Wochenenden ausverkauft, sodass über 25.000 Zuschauer die Spiele live verfolgen. Die Handball Bundesliga GmbH (HBL) hat den ursprünglich bis 2007 laufenden Vertrag mit der Color Line Arena im Jahr 2006 vorzeitig bis 2012 verlängert.

Ende 2004 gab die HBL bekannt, dass die Hamburger Sparkasse das Titelsponsoring für die Veranstaltungen bis einschließlich 2007 übernimmt. Offiziell hieß die Veranstaltung seit 2005 Haspa Final Four. Die Lufthansa übernahm 2008 das Titelsponsoring von der Hamburger Sparkasse. Seitdem heißt das Turnier Lufthansa Final Four.

Im Jahr 2005 wurde zusätzlich ein Spiel um den 3. Platz ausgetragen, da die Möglichkeit bestand, dass sich beide Finalteilnehmer, die SG Flensburg-Handewitt und der THW Kiel, über die Bundesliga für die Champions League qualifizieren. Vor dem Finale am Sonntag gewann die HSG Nordhorn gegen Frisch Auf Göppingen und qualifizierte sich für den Europapokal der Pokalsieger.

[Bearbeiten] DHB-Pokalsieger seit 1975

Jahr Verein Jahr Verein Jahr Verein
1975 TSV Grün-Weiß Dankersen 1987 TV Großwallstadt 1999 THW Kiel
1976 TSV Grün-Weiß Dankersen 1988 TUSEM Essen 2000 THW Kiel
1977 VfL Gummersbach 1989 TV Großwallstadt 2001 VfL Bad Schwartau
1978 VfL Gummersbach 1990 TSV Milbertshofen 2002 TBV Lemgo
1979 TSV Grün-Weiß Dankersen 1991 TUSEM Essen 2003 SG Flensburg-Handewitt
1980 TV Großwallstadt 1992 TUSEM Essen 2004 SG Flensburg-Handewitt
1981 TuS Nettelstedt 1993 SG Wallau-Massenheim 2005 SG Flensburg-Handewitt
1982 VfL Gummersbach 1994 SG Wallau-Massenheim 2006 HSV Hamburg
1983 VfL Gummersbach 1995 TBV Lemgo 2007 THW Kiel
1984 TV Großwallstadt 1996 SC Magdeburg 2008 THW Kiel
1985 VfL Gummersbach 1997 TBV Lemgo
1986 MTSV Schwabing 1998 THW Kiel

[Bearbeiten] DHB-Pokal-Endspiele 1977-2008

Jahr Sieger Ergebnisse Finalist
1977 VfL Gummersbach 16:14 TV Hüttenberg
1978 VfL Gummersbach 14:11 TV Hüttenberg
1979 TSV Grün-Weiß Dankersen 19:14 THW Kiel
1980 TV Großwallstadt 17:15 TuS Nettelstedt
1981 TuS Nettelstedt 15:19, 22:17 VfL Günzburg
1982 VfL Gummersbach 18:19, 18:12 TV Großwallstadt
1983 VfL Gummersbach 15:14, 23:16 TuSEM Essen
1984 TV Großwallstadt 17:20, 20:14 Reinickendorfer Füchse
1985 VfL Gummersbach 20:16, 30:19 TV Großwallstadt
1986 MTSV Schwabing 32:29, 16:18 VfL Gummersbach
1987 TV Großwallstadt 16:15, 21:22 TuRU Düsseldorf
1988 TuSEM Essen 25:18, 28:21 SG Wallau-Massenheim
1989 TV Großwallstadt 21:21, 21:18 VfL Gummersbach
1990 TSV Milbertshofen 16:12, 17:17 THW Kiel
1991 TuSEM Essen 21:16, 17:20 TV Niederwürzbach
1992 TuSEM Essen 20:19, 19:20 n.V., 5:4 i.S. SG Flensburg-Handewitt
1993 SG Wallau-Massenheim 24:21 TSV Bayer Dormagen
1994 SG Wallau-Massenheim 17:14 SG Flensburg-Handewitt
1995 TBV Lemgo 24:18 HSV Düsseldorf
1996 SC Magdeburg 20:18 TuSEM Essen
1997 TBV Lemgo 28:23 HSG Dutenhofen/Müncholzhausen
1998 THW Kiel 30:15 TV Niederwürzbach
1999 THW Kiel 28:19 TBV Lemgo
2000 THW Kiel 30:25 n.V. SG Flensburg-Handewitt
2001 VfL Bad Schwartau 30:23 HSG D/M Wetzlar
2002 TBV Lemgo 25:23 SC Magdeburg
2003 SG Flensburg-Handewitt 31:30 n.V. TuSEM Essen
2004 SG Flensburg-Handewitt 29:23 HSV Hamburg
2005 SG Flensburg-Handewitt 33:31 THW Kiel
2006 HSV Hamburg 26:25 Rhein-Neckar Löwen
2007 THW Kiel 33:31 Rhein-Neckar Löwen
2008 THW Kiel 32:29 HSV Hamburg


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