Düssel – Wikipedia

Düssel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie

Wechseln zu: Navigation, Suche
Wikipedia:Hauptseite
Dieser Artikel erläutert den Fluss Düssel; zu anderen Bedeutungen siehe Düssel (Begriffsklärung).

Vorlage:Infobox Fluss/MÜNDUNGSHÖHE_fehltVorlage:Infobox Fluss/ABFLUSS_fehltVorlage:Infobox Fluss/KARTE_fehlt

Düssel
Die Düssel an der Fundstelle des Neandertalers

Die Düssel an der Fundstelle des Neandertalers

Daten
Lage Nordrhein-Westfalen
Gewässerkennzahl 27392 [1]
Länge 39,906 km (Mündungsarm Brückenbach) [1]dep1
Quelle in Velbert-Neviges
51° 17′ 48,94″ N, 7° 4′ 36,28″ O51.29692777787.07674444444241
Quellhöhe ca. 241 m ü. NN [2]
Mündung Rhein in Düsseldorf51.22444444446.769444444447Koordinaten: 51° 13′ 28″ N, 6° 46′ 10″ O
51° 13′ 28″ N, 6° 46′ 10″ O51.22444444446.769444444447
Flusssystem Rhein
Einzugsgebiet 162,88 km²dep1
Rechte Nebenflüsse Mettmanner Bach, Pillebach, Hubbelrather Bach
Linke Nebenflüsse Kleine Düssel, Eselsbach
Großstädte Wuppertal, Düsseldorf

Die Düssel ist ein rund 40 Kilometer langer rechter Nebenfluss des Rheins in Nordrhein-Westfalen und entspringt in Oberdüssel des Wülfrather Stadtteiles Düssel im Kreis Mettmann. Im Stadtgebiet von Düsseldorf mündet sie vierarmig in den Rhein und ist Namensgeberin für die Stadt.

Der Name Düssel geht wahrscheinlich auf das germanische thusila zurück und bedeutet „brausen, rauschen, tosen“, althochdeutsch doson. Um 1065 hieß der Bach Tussale (die Brausende, Rauschende, Tosende).

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Der Lauf der Düssel

Die Düssel bildet sich aus vier bis acht Quellgewässern. Die höchstgelegene der Quellen, die der eigentlichen Düssel, befindet sich in Velbert-Neviges an der Stadtgrenze zu Wülfrath-Oberdüssel. Von hier durchfließt die Düssel die Wülfrather Ortsteile Schlupkothen, Aprath und Düssel, bevor sie in Hahnenfurth und Schöller Wuppertaler Gebiet passiert und ihren Lauf auf dem Gebiet der Stadt Haan fortsetzt. Hier vereint sie sich im Ortskern von Gruiten mit der Kleinen Düssel, einem Zufluss, der 4,3 km lang ist und östlich in der Gemarkung Bolthausen im Wuppertaler Stadtteil Vohwinkel entspringt.

Die Düssel im Neandertal
Die Düssel im Neandertal
Die Düssel in Erkrath

Westlich von Gruiten fließt sie im Naturschutzgebiet Neandertal an der Stadtgrenze zwischen Erkrath und Mettmann. Dort hat sich der Fluss tief in den Untergrund aus devonischen Tonschiefern und Riffkalksteinen eingeschnitten und bildet so ein teilweise enges Tal, das in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zwischen Gruiten und Braken nur durch die Trassen einer werkseigenen Kleinbahn für den Kalksteinabbau erschlossen war (heute Wegetrassen). Die schluchtartige Enge der Flasche ist mit dem Kalksteinabbau verschwunden. Die zweite Enge am 1672 erwähnten und 1986 restaurierten und zwischen den Höfen Thunis und Bracken befindlichen Kalkofen Huppertsbracken ist noch erhalten. Zahlreiche Mühlengebäude liegen in diesem Talabschnitt. Teilweise sind Anlagen zur Wiesenbewässerung erhalten (Flössgräben).

Als größter Nebenbach fließt der Düssel, aus einem weiträumigerem Tal kommend, der Mettmanner Bach zu. An dieser Stelle, einer kleinen Talweitung, querte die mittelalterliche Kölnische Straße (Strata coloniensis) das Tal. Danach verengte es sich abrupt zu einer für den nordwestdeutschen Raum außergewöhnlichen Schlucht, Gesteins oder Hundsklipp genannt.

Die Düsselschlucht im Neandertal 1835

Diese Schlucht wurde ab etwa 1800 nach dem berühmten, in Düsseldorf lebenden Pastor, Komponisten und Kirchenmusiker Joachim Neander Neandershöhle und ab etwa 1850 Neanderthal genannt. Durch den Kalksteinabbau ab 1849 ist auch diese Enge heute nicht mehr vorhanden, sondern ein weiträumiges Tal entstanden. An der Einmündung des Mettmanner Baches befindet sich der Kunstweg MenschenSpuren und das neugebaute Neanderthal Museum. Etwas weiter dem Düssellauf folgend befindet sich an der pittoresken Felsnase Rabenstein die Fundstelle des berühmten Neandertalers, eines Urzeitmenschen des Pleistozäns, die zwischenzeitlich der Öffentlichkeit zugänglich gemacht wurde. Das Naturschutzgebiet Neandertal umfasst nur den naturnahen Talbereich oberhalb, wo auch das alte Neanderthal-Museum liegt, welches heute als Steinzeit-Werkstatt genutzt wird, nicht jedoch das eigentliche, heute wieder naturhaft bewachsene ehemalige Neandertal.

Aus dem Neandertal kommend durchfließt die Düssel den Erkrather Stadtteil Alt-Erkrath, wo sie unter anderem in den 1960er und 1970er Jahren wegen Neubauten wie der Stadthalle an einigen Stellen in ein neues Flussbett verlegt wurde. Dort fließt der Hubbelrather Bach, in den kurz vorher der Stinderbach mündete, zu. Hinter dem Ortsausgang schlängelt sie sich durch die überwiegend landwirtschaftlich genutzte Fläche zwischen Erkrath und Düsseldorf-Gerresheim, dem letzten Abschnitt, wo der Fluss noch naturbelassen fließt.

Der Stadtgraben auf der Düsseldorfer Königsallee wird mit Düsselwasser gespeist

Für Düsseldorf ist die Düssel namensgebend. Ein Binnendelta mit vier Armen zum Rhein liegt komplett auf dem Stadtgebiet. Erstmals teilt sich der Fluss in Düsseldorf-Gerresheim in die Nördliche und die Südliche Düssel. Die Mündung der beiden in der Düsseldorfer Altstadt verlaufenden Arme ist wegen des Rheinufertunnels verrohrt.


  • Die Südliche Düssel fließt durch Düsseldorf-Eller, dort mündet zwischen Friedhof Eller, Am Straußenkreuz und Autobahn (A 46) der Eselsbach. Dieser fließt, als Vereinigung von Sedentaler Bach, Mahnerter Bach und Hühnerbach in Erkrath-Sandheide, am Unterbacher See vorbei, durch den Eller Forst und den Schlosspark Eller und vereinigt sich dort mit dem Hoxbach. Die südliche Düssel fließt hiernach durch den Volksgarten, durch Düsseldorf-Bilk, durchfließt den Schwanenspiegel und den Spee’schen Graben, um dann an der Schulstraße (wo auch Heinrich Heine zur Schule ging) in den Rhein zu münden.
    • Der Brückerbach ist ein Nebenarm der Südlichen Düssel und zweigt am Werstener Kreuz in Richtung Süden ab. Dort bildet er im weiteren Verlauf die Grenze zwischen den Stadtteilen Düsseldorf-Wersten und Bilk. Am südlichen Ende des „Fleher Wäldchens“ mündet der Brückerbach schließlich in den Rhein.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten an der Düssel

[Bearbeiten] Siehe auch

[Bearbeiten] Bilder

[Bearbeiten] Literatur

  • Johann Heinrich Bongard: Wanderungen zur Neandershöhle – Eine topographische Skizze der Gegend von Erkrath an der Düssel, 70 S., 1835, Arnz & Comp. Düsseldorf (Als Faksimile erhältlich unter ISBN 3-922055-19-2)
  • Karl Emerich Krämer: Durchs Düsseltal nach Düsseldorf. 1. Aufl., Mercator-Verlag Gert Wohlfarth, Duisburg/München 1968, ISBN B-0000B-S4B-Z
  • Verschiedene Autoren: „Die Düssel“, Naturfreunde erkunden eine Landschaft, Herausgeber Touristenverein „Die Naturfreunde“ Landesverband Rheinland – Ortsgruppe Düsseldorf ISBN 3-00-000265-0

[Bearbeiten] Weblinks

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. a b http://www.lanuv.nrw.de/wasser/pdf/GSK3B_Gewaesserverzeichnis.pdf
  2. Topografische Karte 1:25.000
Persönliche Werkzeuge
Cool lyrycs look Best Bass Guitar Forum Join Now! Nowe Forum licealistw Nowy seo katalog stron dodaj swj adres! Król Edyp - Stanisław Ignacy Witkiewicz - Wypracowania z lektury Wieża , opracowania na maturę. - zwierzęta szynszyl hodowla gryzonie - Bezprym kurs angielskiego agencja opiekunek Kredyty mieszkaniowe agencjarazdwa.pl GSM forum Rejsy