Codex Euricianus – Wikipedia

Codex Euricianus

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Der Codex Euricianus (ca. 475 n. Chr.) war eine germanische Rechtskodifikation, die das Zusammenleben der Westgoten, der Römer und der Keltiberer auf der Iberischen Halbinsel regeln sollte.

Dieser Codex war eine Art Bürgerliches Gesetzbuch der Spätantike und wird dem Westgotenkönig Eurich (regierte von 466-484) zugeschrieben, obwohl sein Sohn Alarich II. womöglich der Hauptverfasser und Verantwortliche war. Der Codex ist nur noch bruchstückhaft vorhanden. Die Gesetzessammlung basierte im Wesentlichen auf römischem Recht, welches an die Situation in den spanischen Provinzen angepasst wurde. Sie gilt als älteste germanische Rechtssetzung überhaupt. Es gab viele Vorschriften für den Handel, Tauschhandel und Sklavenhandel, Verbote und Strafen für Zuwiderhandlungen. Kurioserweise diente sie noch 300 Jahre später als Basis für die Lex Baiuvariorum, die erste bairische Gesetzesfestschreibung.

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