Codex Augusteus
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Der Codex Augusteus war eine einflussreiche Sammlung der Gesetze Kursachsens, die 1724 in Leipzig erschien. Er ist nach Kurfürst Friedrich August I. von Sachsen (1670-1733, Kurfürst 1694-1733) benannt.
Der Codex Augusteus (deutsch auch Augustäischer Codex) löste die Constitutionen als umfangreiche Gesetzessammlung des Kurfürstentums Sachsen ab. Die Sammlung wurde von dem Juristen und Leipziger Stadtschreiber Johann Christian Lünig (1662-1740) kompiliert und anschließend offiziell gebilligt. Die erste, dreibändige Ausgabe deckt den Zeitraum von 1255 bis 1724 ab. Sie wurde später um weitere Gesetze ergänzt.
Der Titel des Gesetzesbandes nach der Erstausgabe lautet "CODEX AUGUSTEUS, oder Neuvermehrtes Corpus juris Saxonici, worinnen die in dem Churfürstentum Sachsen und dazu gehörigen Landen, auch denen Margrafthümern Ober- und Nieder- Lausitz publicirte und ergangene Constitutiones, Decisiones, Mandata und Verordnungen enthalten, Nebst einem Elencho, dienlichen Summarien und vollkommenen Registern, Mit Jhrer Königlichen Majestät in Pohlen, als Churfürstens zu Sachsen, Allergnädigsten Bewilligung ans Licht gegeben und in richtige Ordnung gebracht von Johann Christian Lünig."
Der Codex ist heute eine der wichtigsten Quellen zur Rechtsgeschichte Sachsens.
[Bearbeiten] Literatur
- Albert Teichmann: Lünig, Johann Christian, in: Allgemeine Deutsche Biographie, Bd. 19, S. 641

