Chrysler
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| Chrysler LLC | |
|---|---|
| Unternehmensform | Limited Liability Company |
| Gründung | 6. Juni 1925 als Chrysler Motor Corporation |
| Unternehmenssitz | Auburn Hills, Michigan |
| Unternehmensleitung |
Robert Nardelli (CEO) |
| Mitarbeiter | 132.130 (2006) |
| Umsatz | 59,4 Mrd. US-Dollar (2006) |
| Branche | Automobilhersteller |
| Produkte | |
| Website | www.chryslerllc.com |
Die Chrysler LLC ist ein US-amerikanischer Automobilhersteller mit Sitz in Auburn Hills, Michigan. Sie ist im mehrheitlichen (80,1 %) Besitz der Investmentgesellschaft Cerberus Capital Management. Bis 1998 war Chrysler unter dem Namen Chrysler Corporation ein selbständiges Unternehmen, ging danach infolge der Fusion mit der Daimler-Benz AG in der DaimlerChrysler AG auf. Im Mai 2007 entschied sich die Unternehmensleitung von DaimlerChrysler zum mehrheitlichen Verkauf von Chrysler, dieser wurde am 3. August 2007 abgeschlossen. Die Daimler AG hält weiterhin die übrigen Anteile (19,9 %) an der Chrysler LLC.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Nachdem Walter P. Chrysler 1919 als Vizechef von General Motors zurückgetreten war, nahm er ein Angebot von Willys-Overland an und wurde geschäftsführender Vizepräsident des Unternehmens. Unter seiner Führung kehrte das zuvor stark defizitäre Unternehmen in die Gewinnzone zurück. 1921 wechselte Walter P. Chrysler zur traditionsreichen Maxwell Motor Company, die nach der Fusion mit Chalmers in wirtschaftlichen Schwierigkeiten war. 1923 wurde die Fertigung der Chalmers-Modelle eingestellt. 1924 wurde der erste Chrysler Six vorgestellt. 1925 wurde die Chrysler Motor Corporation gegründet und Maxwell übernommen.
1928 übernahm das neue Unternehmen die Dodge Brothers Inc (ein Unternehmen, das mehr als viermal so groß wie Chrysler selbst war) und wurde damit zum drittgrößten Automobilbauer der USA. Marken des Konzerns waren bereits zu diesem Zeitpunkt: Chrysler, Dodge, Imperial, DeSoto und Plymouth.
Gegen Ende der 1950er Jahre begann Chrysler, seinen Einflussbereich nach Europa auszuweiten. Ab 1957 erwarb man Anteile an der französischen Firma Simca von Ford, 1963 besaß Chrysler 63 Prozent an Simca. Zwischen 1964 und 1967 übernahm man sukzessive die Mehrheit an der niedergehenden britischen Rootes-Gruppe, die die Automarken Hillman, Sunbeam, Singer und Humber sowie die LKW-Marken Karrier und Commer herstellte.[1] 1967 erwarb Chrysler die Mehrheit am spanischen LKW-Hersteller Barreiros Diesel SA. 1978 mussten die europäischen Aktivitäten aufgrund wirtschaftlicher Schwierigkeiten an Peugeot verkauft werden.
1979 stand das Unternehmen vor dem Konkurs. Am 7. September beantragte es 1,5 Milliarden USD in Bürgschaften von der US-Bundesregierung, um den Konkursfall abwenden zu können. Gleichzeitig wurde Lee Iacocca, der bisher dem Vorstand von Ford Motor Company angehörte, als CEO von Chrysler eingesetzt. Dieser erwies sich als fähiger Öffentlichkeitssprecher für die Firma und erschien persönlich in Fernsehwerbespots, bei denen er den Zuschauern riet: "Wenn Sie ein besseres Auto finden, kaufen Sie es!" Er wurde zu einer Symbolfigur für Japan-bashing und den Stolz auf US-amerikanische Produkte. Sein Buch Talking Straight war eine Replik auf das Buch Made in Japan von Akio Morita.
Etwas widerwillig verabschiedete der US-Kongress am 20. Dezember 1979 ein Gesetz "Chrysler Corporation Loan Guarantee Act of 1979" (Public Law 96-185), das am 7. Januar 1980 von US-Präsident Jimmy Carter unterschrieben wurde. Mitarbeiter und Vertragshändler von Chrysler hatten zuvor in jedem einzelnen Kongressbezirk Lobbyarbeit geleistet, weil sie Angst um den Verlust ihrer Existenz hatten. Durch diese staatliche Hilfe sowie einige innovative neue Automodelle (wie z.B. das K-car, aber insbesondere die Erfindung des minivan Konzepts) wendete Chrysler den Konkurs ab und konnte sich allmählich zurückkämpfen. 1987 erwarb Chrysler die American Motors Corporation (AMC), wodurch auch die Marke Jeep in den Besitz Chryslers überging.
1998 fusionierte Chrysler mit Daimler-Benz in einer Merger of Equals („Fusion unter Gleichen“) zur neuen DaimlerChrysler AG.
Im Mai 2007 wurde der Teilverkauf das Unternehmens an den Finanzinvestor Cerberus Capital Management bekannt gegeben, am 3. August 2007 wurde dieser abgeschlossen, womit die Chrysler LLC entstand.[2] Das bisherige Mutterunternehmen DaimlerChrysler, das fortan als Daimler AG firmiert, behielt eine 19,9-prozentige Minderheitsbeteilung an Chrysler.
Im August 2007 wurde Robert Nardelli zum neuen Geschäftsführer ernannt. Im Zuge der Weltwirtschaftskrise brachen die Umsätze des Unternehmens ein, vor allem im Dezember 2008, als die Fahrzeugverkäufe im Vergleich zum Dezember 2007 um 53 % zurückgingen.[3]
[Bearbeiten] Marken der Chrysler LLC
- Chrysler
- Dodge
- Jeep
- Global Electric Motorcars
Die Chrysler LLC ist im Besitz weiterer Marken, die nicht mehr produziert und vertrieben werden:
[Bearbeiten] Fahrzeuge
Von Chrysler hergestellte Fahrzeuge tragen den Namen Chrysler oder den Namen einer Tochter-/Schwestergesellschaft. Die meisten Chrysler sind luxuriöse Autos, mit Ausnahme von Modellen der Marken Simca und Rootes aus den 1970ern.
[Bearbeiten] Weiterführende Informationen
[Bearbeiten] Literatur
- James T. Lenzke (Hrsg.): Standard Catalog of Chrysler 1914–2000. 2. Auflage. Krause Publications, Iola/Wisconsin 2000, ISBN 0-87341-882-4.
[Bearbeiten] Weblinks
- Homepage Chrysler LLC
- Homepage der Marke Chrysler
- Chrysler Interessengemeinschaft
- Informationen zur Geschichte des Chrysler-Konzerns
- Hist. Wertschriften, Dokumente und links zu Chrysler bzw. zum 300C
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Whisler, Timothy R.:The British Motor Industry, 1945-1994: A Case Study in Industrial Decline. Oxford University Press, Oxford, 1999. S. 91.
- ↑ DaimlerChrysler AG: DaimlerChrysler schließt Transaktion zur Mehrheitsabgabe von Chrysler an Cerberus ab Pressemitteilung, 3. August 2007
- ↑ Auto sales plunge again in December, in: CNNMoney, 5. Januar 2009
1924–1942: 50 | 52 | 60 | 62 | 65 | 66 | 70 | 72 | 75 | 77 | 80 | 80L | Airflow | Airstream | B-70 | CA | CB | CD | CG | CH | CI | CJ | CL | CM | CO | CP | CQ | CT | CU | CV | CW | CX | CZ | E-80 | F-58 | G-70 | Highlander | IMP | IMP L | Imperial | New Yorker | New York Special | Royal | Saratoga | Town & Country | Traveller | Windsor
1946–2007: 160 | 180 | 2 Litre | 300 | 300 Sport | 300B | 300C | 300D | 300E | 300F | 300G | 300H | 300J | 300K | 300L | 300M | Avenger | C-300 | Centura | Cirrus | Concorde | Conquest | Cordoba | Crossfire | Daytona | Dynasty | E-Class | ES | Executive | Fifth Avenue | Hurst 300 | Imperial | Laser | LeBaron | LeBaron GTS | LHS | Neon | Newport | New Yorker | Prowler | Royal | Saratoga | Sigma | Stratus | TC by Maserati | Town & Country | Valiant | Vision | Windsor
Aktuelle Modelle: 300 | Aspen | Grand Voyager | Pacifica | PT Cruiser | Sebring | Voyager
Studien und Sonderfahrzeuge: Firepower | Imperial Parade Phaeton | ME Four-Twelve | Turbine Car
Chrysler | Dodge | Jeep | Global Electric Motorcars
Nicht mehr produziert: American Motors Corporation | DeSoto | Eagle | Plymouth

