Chemin de Fer de La Mure – Wikipedia

Chemin de Fer de La Mure

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Modell einer Dampflokomotive des Chemin de Fer de La Mure von vor der Elektrifizierung
Elektrolokomotive Le Drac 1903

Die Chemin de Fer de La Mure ist eine elektrisch betriebene, in Meterspur ausgeführte Eisenbahnstrecke südlich von Grenoble. Sie wurde zwischen 1882 und 1886 zum Abtransport von Anthrazit-Kohle aus der Mine von La Mure nach Saint-Georges-de-Commiers gebaut und dient heute als Museumsbahn.

Die Strecke überwindet auf 30 Kilometern einen Höhenunterschied von 550 Metern. Sie wurde 1903 elektrifiziert. Ursprünglich wurde dazu ein Dreileiter-Gleichstromsystem mit einer positiven 1200 Volt–Phase, einer negativen 1200 Volt–Phase und einem „Nullleiter“ zwischen den beiden Spannungen angewandt. Die Versorgung erfolgte über eine zweipolige Oberleitung und die Fahrschienen als „Nullleiter“. 1950 wurde die Bahn auf monopolare Stromversorgung mit 2400 Volt umgestellt.

Die erste elektrische Lokomotive (E1 „Le Drac“, nach dem neben der Strecke liegenden Fluss) war 50 Tonnen schwer, hatte vier Achsen mit Einzelachsantrieb, deren vier Motoren zusammen 500 PS (ca. 367 kW) leisteten. Sie konnte auf der Bergfahrt 20 leere Waggons (das heißt 100 Tonnen) und bei Talfahrt 300 Tonnen mit einer Geschwindigkeit von 22,5 km/h ziehen. Vier ähnliche Maschinen wurden zwischen 1905 und 1909 geliefert und versahen bis 1933 ihren Dienst.

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