Chauvet-Höhle
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Die Chauvet-Höhle befindet sich in der Nähe der Kleinstadt Vallon-Pont-d’Arc im Tal der Ardèche in Südfrankreich. Sie enthält über 300 Wandbilder mit mehr als 400 Tierdarstellungen, die durch die Radiokarbonmethode (C14-Methode) auf ein Alter zwischen 33.000 und 30.000 Jahren datiert wurden. Es handelt sich also um die ältesten bisher bekannten Höhlenmalereien und Höhlenzeichnungen der Welt. Der Eindruck einer Fälschung kann sich auf Grund der 'unglaublich' hohen Qualität der Malereien aufdrängen, doch ist eine Fälschung allein schon auf Grund der Versinterung der Farbaufträge auszuschließen. Dennoch gibt es von Seiten prominenter Chronologiekritiker nach wie vor Fälschungsvorwürfe, die von der Fachwelt jedoch allgemein als abwegig angesehen werden.[1]
Die Höhle wurde im Dezember 1994 durch Jean-Marie Chauvet entdeckt. Sie ist für die Öffentlichkeit nicht zugänglich, da jede messbare Veränderung der Luftfeuchtigkeit zur Zerstörung dieser unschätzbaren Fundstätte führen würde. Selbst die autorisierten Forscher des Teams aus Archäologen, Paläontologen und Kunstgeschichtlern dürfen nur in Abständen wenige Stunden dort Einblick nehmen. Die Höhle war noch während der Eiszeitepoche durch einen herabfallenden Felsen völlig für die Außenwelt verschlossen worden. Lediglich Insekten hatten Zugang.
Die Darstellungen zeigen Wollnashörner, Wildpferde, Löwen und andere eiszeitliche Tiere. Die Knochenfunde sind in großer Zahl solche von Bären. Die Fachleute fragen sich, ob es hinreichende Anhaltspunkte gibt, von einem Bärenkult zu reden. Seltsamerweise finden sich zugleich nahezu keine Mammutknochen, obwohl etliche Felszeichnungen diese abbilden. Daneben gibt es eine Vielzahl von im feuchten Lehm erhalten gebliebenen Fußspuren, wie die Reportage der Süddeutsche Zeitung vom Januar 2005 berichtet. Ein Spezialist rätselt gegenwärtig, ob nachweisbar ist, dass die Domestizierung von Hunden schon mehrere Tausend Jahre früher belegbar ist, als es der bisherige Forschungsstand ausweist.
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[Bearbeiten] Siehe auch
- Höhle von Niaux
- Henry-Cosquer-Höhle
- Höhle von Altamira
- Höhle von Lascaux
- Höhle von Rouffignac
- Höhle von Altxerri
- Höhle von Ekain
[Bearbeiten] Literatur
- Jean-Marie Chauvet, Eliette Brunel Deschamps, Christian Hillaire, Eliette Bruel Deschamps: Grotte Chauvet bei Vallon-Pont-d'Arc. Jan Thorbecke, Stuttgart 1995. ISBN 3799590005
- Jean Courtin: Die vergessene Höhle. Roman. Piper, München 2000. ISBN 3492230350
[Bearbeiten] Quellen
[Bearbeiten] Weblinks
- The Cave of Chauvet-Pont-d’Arc (englisch, französisch und spanisch)

