Chablais
aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Als Chablais wird das Gebiet südlich des Genfersees bezeichnet. Der größere westliche Teil - das Seeufer um die Städte Thonon-les-Bains und Évian-les-Bains sowie das Einzugsgebiet des Flusses Dranse - gehört zum französischen Département Haute-Savoie. Der von der Rhône durchflossene schweizerische Anteil setzt sich aus dem Walliser Bezirk Monthey und dem Waadtländer Bezirk Aigle zusammen.
Geographisch gehört das Chablais zu den Savoyer, Freiburger und Berner Alpen. Mit 3257 m bildet die Haute Cime (Dents du Midi, Wallis) die höchste Erhebung.
[Bearbeiten] Geschichte
Das Chablais gehörte seit 1032 zu Savoyen. In den Burgunderkriegen eroberten die Berner zunächst 1475 das Gebiet östlich der Rhône (Landvogtei Aigle) und dann 1536 - gemeinsam mit den Wallisern - das restliche Chablais. Mit den Verträgen von Lausanne (1564) und Thonon (1569) erhielt Savoyen den größten Teil des Gebiets zurück, lediglich die Vogtei Monthey blieb den Wallisern erhalten. Nachdem im bernischen Teil zunächst die Reformation eingeführt worden war, wurde er durch die Predigttätigkeit des damaligen Bischofs von Annecy, des Hl. Franz von Sales, sowie der Kapuziner von 1594 bis 1598 rekatholisiert.
Von 1792 bis 1815 gehörte das westliche Chablais als Teil Savoyens zu Frankreich. Mit der Rückgabe an das Königreich Piemont-Sardinien wurde es zur demilitarisierten Zone erklärt. Als Savoyen 1860 endgültig an Frankreich kam, erhielt das Gebiet zudem den bis 1919 bestehenden Status einer Freizone (Grande Zone, 3790 km²).
[Bearbeiten] Tourismus
Im Chablais liegen die Badekurorte Thonon und Evian sowie die Wintersportorte Morzine, Champéry (grenzüberschreitendes Skigebiet Portes du Soleil) und Les Diablerets.
[Bearbeiten] Weblinks
- Artikel Chablais im Historischen Lexikon der Schweiz
- Région Chablais Webportal des schweizerischen Chablais

