Château Ducru-Beaucaillou
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Das Château Ducru-Beaucaillou ist eines der berühmtesten Weingüter von Bordeaux. Seit der Klassifikation von 1855 ist das Weingut als Deuxième Grand Cru Classé eingestuft, der zweithöchsten Stufe der Klassifikationen.
Das Château liegt in Saint-Julien an der Gironde, in Nachbarschaft des Gutes Beychevelle und nahe der „Route du Vin“. Es gehört Jean-Eugène Borie, der es von seinem Vater geerbt hatte. Borie zählt zu den wenigen Weingutsbesitzern, die selbst auf dem Gut wohnen.
Die Rebflächen umfassen 52 Hektar und sind mit 70 Prozent der Rebsorte Cabernet Sauvignon, 25 Prozent Merlot und 5 Prozent Cabernet Franc besetzt. Die Reben sind durchschnittlich 40 Jahre alt. Die Gesamtproduktion des Gutes umfasst rund 300.000 Flaschen Wein im Jahr, wovon circa 25 Prozent auf den Zweitwein „La Croix de Beaucaillou“ entfallen.
Der Wein von Château Ducru-Beaucaillou benötigt mindestens ein Dutzend Jahre in der Flasche, um zur Reife zu gelangen. Große Jahrgänge bauen jahrzehntelang aus. Als herausragend gelten 1966, 1970, 1982 und 1986. Die besten Jahrgänge der jüngeren Zeit waren 1995 und 1996. Diese werden von dem Weinkritiker Robert Parker mit 96 und 94 Parker-Punkten bewertet. Eine Flasche dieser Jahrgänge ist selten unter 100 Euro zu erstehen (Stand 2005). Auch die Weine von 2000 (94+PP), 2003 (96PP) und 2005 (97PP) sind vielversprechend, jedoch noch zu jung zum Genuss.
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[Bearbeiten] Wissenswertes
Der Wein hat Eingang in die wissenschaftliche Literatur gefunden. In seiner Habilitationsschrift erörtert Nils Jansen, Professor an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster, die Begrenzung individueller Freiheit durch Sachzwänge (im Gegensatz zu staatlichen Regelungen) am Beispiel der Steigerungen des Preises einer Flasche Château Ducru-Beaucaillou.[1]
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Nils Jansen: Die Struktur des Haftungsrechts, Mohr Siebeck, Tübingen 2003, ISBN 3-16-147988-2, S. 66 f.
[Bearbeiten] Literatur
- Charles Cocks, Edouard Féret, Bruno Boidron: Bordeaux et ses vins. 18. Auflage. Èdition Féret et Fils, Bordeaux, 2007, ISBN 978-2351560136.
- Robert Parker: Parker's Wein Guide. München, 2000, ISBN 3-453-16305-2.
- Horst Dippel: Das Wein-Lexikon. 3. Auflage. Frankfurt/Main, 1999, ISBN 3-596-13826-4.

