Đakovo
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| Đakovo | ||
Kathedrale Sveti Petar in Đakovo |
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| Basisdaten | ||
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| Staat: | ||
| Gespanschaft: | Osijek-Baranja | |
| Fläche: | 170 km² | |
| Einwohner: | 30.092 (2001) | |
| Bevölkerungsdichte: | 177 Einwohner je km² | |
| Telefonvorwahl: | (+385) 031 | |
| Postleitzahl: | 31 400 | |
| Kfz-Kennzeichen: | DJ | |
| Struktur und Verwaltung (Stand: 2007) | ||
| Gemeindeart: | Stadt | |
| Bürgermeister: | Zoran Vinković (SDP) | |
| Webpräsenz: | ||
| Sonstiges | ||
| Stadtfest: | Đakovački vezovi | |
Đakovo [ˈdʑakɔʋɔ], sprich stimmhaft Dschàkowo) (ungarisch Diakovár) ist eine Stadt in Kroatien. Sie liegt im Osten der historischen Region Slawonien und hat 30.092 Einwohner (Volkszählung von 2001), überwiegend Kroaten. Die Stadt ist Sitz des katholischen Erzbistums Đakovo-Osijek.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geschichte
Đakovo wird das erste Mal 1239 urkundlich erwähnt, in der Schenkungsurkunde des Fürsten Koloman an den bosnischen Bischof Ponsa, worin die Bischöfe als Herrscher von Đakovo erklärt werden. Đakovo gilt heute auch als bekannte Bischofsstadt und ist Sitz des katholischen Erzbistums Đakovo-Osijek. Die Stadt wird in einigen Perioden seiner Geschichte unter verschiedenen Namen erwähnt: Dyaco, Dyacou, Deako, Dyakon, Dyakov, und nach der Herrschaft der Türken sogar als Diakovar.
1536 besetzten die Türken die Stadt und herrschten fast 150 Jahre lang. Đakovo bekommt damals den Namen Jakova. Viele katholische Kirchen wurden zerstört und es wurden Moscheen gebaut. Die bekannteste unter ihnen ist die Ibrahim-Pascha Moschee, die nach dem Abzug der Türken in eine Kirche umgewandelt wurde. 1690 kehrt der Bischof in die Stadt zurück und somit beginnt der sogenannte Wiederaufbau der Stadt.
Die heutige St. Peter Kathedrale zu Đakovo (Strossmayer-Kathedrale) wurde im neoromanischen Stil gebaut. Bischof Josip Juraj Strossmayer fing seinem 52. Lebensjahr (1866) mit den Arbeiten an. Der Bau dauerte ganze 16 Jahre lang (bis 1882), und wurde aus roten Backsteinen und Steinen aus Istrien, Ungarn, Österreich, Italien und Frankreich, errichtet. Die Maler Maximilian und Ludwig Seitz haben den Innenraum der Kathedrale ausgestattet. Die Kathedrale ist heutzutage das Wahrzeichen der Stadt. Die Ernennung von Strossmayer zum Bischof 1849 hat enorm zur Entwicklung der Stadt beigetragen. Der Grundbesitz des Erzbistums bildete sich zu einer musterhaften Wirtschaft mit beträchtlichem Einkommen aus. Dieses ermöglichte dem Bischof viele Unternehmen in Kroatien, und verleiht Đakovo mit einer neuen Kathedrale, sowie zahlreichen Kirch- und Wirtschaftsgebäuden ein neues Gesicht. Auch andere Bischöfe haben der Stadt viele Spuren ihrer Arbeit hinterlassen. Bischof Patačić hat 1706 das Lipizzaner-Gestüt wiederhergestellt, und Bischof Mandić eröffnete die älteste Hochschuleinrichtung in Slawonien und Baranja, das Priesterseminar. Đakovo wird auch zum Mittelpunkt der Vereinigten Bosnisch-Đakovoer und Syrmischen Erzdiözese, welche die ganze Landschaft in Nordwestkroatien umfasst.
Anmerkung: kroatisch đak, ungarisch diák, deutsch „Schüler, Student“ (daher womöglich auch der Stadtname). Ebenso kroatisch đakon, deutsch „Diakon“.
[Bearbeiten] Wirtschaft
Hauptsächlich landwirtschaftliche Industrie (Mühlen, Silos, Konserven); das hervorragende Weinanbaugebiet am Mandičevac-Trnava (der weitbekannte Bischofswein), sowie eine Ziegelei.
[Bearbeiten] Bildung
Đakovo verfügt über drei Grundschulen, drei Mittelschulen, sowie eine Katholisch-Theologische Fakultät.
[Bearbeiten] Kultur und Sehenswürdigkeiten
Auβer der St. Peter Kathedrale zu Đakovo, bietet die Stadt noch einiges an Sehenswürdigkeiten. Das Museum der Stadt Đakovo wurde 1951 gegründet und darin kann man die Geschichte der Stadt und ihre Entwicklung bewundern. Das Lipizzaner-Gestüt gründeten die Bischöfe der Stadt, auf ihren Grundstücken in Đakovo, die ihnen der kroatisch-ungarische König Koloman 1239 schenkte. Als Gründungsjahr wird das Jahr 1506 angesehen, als es zum ersten Mal erwähnt wird. Das Lipizzaner-Gestüt war in der ganzen Donaumonarchie bekannt.
Jeden Sommer (das erste Wochenende im Juli) findet außerdem eine Folkloreschau (Đakovački vezovi) statt wo Trachten aus ganz Kroatien gezeigt werden, Folkloregruppen ihre Tänze, Lieder und Bräuche vorführen, Opernsänger in der Kathedrale auftreten und Künstler ihre Werke ausstellen.
[Bearbeiten] Sport
Von den zahlreichen Teamsportarten hebt sich am meisten der Handballklub „RK Đakovo“ hervor, einer der wenigen Handballklubs, der an allen kroatischen Handballmeisterschaften teilgenommen hat.
Bekannt ist auch der Basketball klub „KK Đakovo“, der sich in der 2. Liga, und die Fuβballklubs „NK Croatia Đakovo“ und „NK Đakovo“, die sich in der 3. Liga befinden.
[Bearbeiten] Galerie
[Bearbeiten] Siehe auch
[Bearbeiten] Weblinks
Städte: Beli Manastir | Belišće | Donji Miholjac | Đakovo | Našice | Osijek | Valpovo
Gemeinden: Antunovac | Bilje | Bizovac | Čeminac | Čepin | Darda | Donja Motičina | Draž | Drenje | Đurđenovac | Erdut | Ernestinovo | Feričanci | Gorjani | Jagodnjak | Kneževi vinogradi | Koška | Levanjska varoš | Magadenovac | Marijanci | Petlovac | Petrijevci | Podgorač | Podravska Moslavina | Popovac | Punitovci | Satnica Đakovačka | Semeljci | Strizivojna | Šodolovci | Trnava | Viljevo | Viškovci | Vladislavci | Vuka


