Čapljina – Wikipedia

Čapljina

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Čapljina
Чапљина
Datei:Grb Capljina.png
Čapljina (Bosnien und Herzegowina)
DEC
Basisdaten
Staat: Bosnien und Herzegowina
Entität: Föderation
Kanton: Herzegowina-Neretva
Koordinaten: 43° 7′ N, 17° 42′ O43.1117.77Koordinaten: 43° 6′ 36″ N, 17° 42′ 0″ O
Fläche: 256 km²
Einwohner: 23.590 (2007)
Bevölkerungsdichte: 92 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: +387 (0) 36
Postleitzahl: 88300
Struktur und Verwaltung (Stand: 2008)
Bürgermeister: Smiljan Vidić (HDZ BiH)
Webpräsenz:

Čapljina ist ein Ort und die zugehörige Verbandsgemeinde in Bosnien und Herzegowina, in der Föderation Bosnien-Herzegowina. Čapljina liegt im westlichem Teil des Kantons Herzegowina-Neretva.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Bevölkerung

Bevölkerung in der Gemeinde Čapljina (1991):

  • Gesamt 1991: 27.882
  • Kroaten: 15.001 (53,8%)
  • Bosniaken: 7.553 (27,1%)
  • Serben: 3.793 (13,6%)
  • Andere: 1.535 (5,5%)

[Bearbeiten] Geografie

Die Verbandsgemeinde wird durch den Verlauf des Neretva-Tals bestimmt, das von Norden nach Süden verläuft und sich von einer engen Schlucht im Norden nach Süden hin zu einer Tiefebene verbreitert. In unmittelbarer Nähe des Zentralorts münden zwei weitere Flüsse, die Bregava aus Osten und der Trebižat aus Nordwesten, in die Neretva. Im Zuge dieser Flüsse haben sich ebenfalls steil abfallende, enge Täler gebildet. Im Südosten wird die Tiefebene sumpfig, und bei entsprechender Witterung entstehen hier geschlossene Wasserflächen, die Seen Hutovo Blato und Deransko Jezero, deren Ausdehnung bis zu 20 km² erreichen kann. Die Tiefebene ist sehr fruchtbar und wird außer im sumpfigen südostwärtigen Teil hauptsächlich landwirtschaftlich genutzt. Die sich im Zuge der Taleinschnitte anschließenden Höhenzüge sind verkarstet und landwirtschaftlich kaum nutzbar. Die Verbandsgemeinde hat eine Gesamtfläche von ca. 256 Quadratkilometern.

[Bearbeiten] Verkehr

Der Ort befindet sich an der Bahnstrecke Ploče–Vinkovci der Eisenbahnen Bosniens und der Herzegowina, die zum Paneuropäischen Verkehrskorridor Nr. Vc gehört und ist künftig an die Autobahn A1 angeschlossen.

[Bearbeiten] Nachbargemeinden

Čapljina grenzt im Norden an die Verbandsgemeinden Čitluk und Mostar, im Osten an Stolac, im Süden an Neum und Dubrovnik (Kroatien), im Nordwesten an Ljubuški und im Westen an Metković (Kroatien).

[Bearbeiten] Ortsgemeinden und Dorfgemeinschaften

  1. Bivolje Brdo
  2. Bobanovo
  3. Čapljina I
  4. Čapljina II
  5. Čeljevo
  6. Doljani
  7. Domanovići
  8. Dračevo
  9. Dretelj
  10. Gabela
  11. Gabela Polje
  12. Gnjilišta
  13. Grabovine
  14. Klepci
  15. Lokve
  16. Opličići
  17. Počitelj - Hotanj
  18. Prćavci
  19. Prebilovci
  20. Svitava
  21. Gorica - Struge
  22. Šurmanci
  23. Šuškovo
  24. Višići
  25. Tasovčići
  26. Trebižat
  27. Zvirovići

[Bearbeiten] Geschichte

  • Osmanische Besetzung von 1483 bis 1878.
  • Ab 1918 gehörte Čapljina zum Königreich der Serben, Kroaten und Slowenen, dessen Name 1929 in Königreich Jugoslawien geändert wurde.
  • Im Juni 1941 verübte die Ustascha im Ortsteil Prebilovci ein Massaker an der serbischen Zivilbevölkerung.[1]
  • Von 1945 bis 1992 war Čapljina Teil der Sozialistischen Föderativen Republik Jugoslawien (SFRJ).

[Bearbeiten] Religion

Auf dem Gebiet der Verbandsgemeinde Čapljina finden sich:

[Bearbeiten] Politik

[Bearbeiten] Verkehr

Durch Čapljina verlaufen in Nord-Süd-Richtung die Magistralstraße M17 von Mostar nach Ploče/Split und in Ost-West-Richtung die Magistralstraße 6 von Trebinje nach Knin. Ebenfalls durch die Verbandsgemeinde verläuft die elektrifizierte Eisenbahnlinie Ploče-Mostar. In Čapljina zweigte die Mitte der 1970-er Jahre eingestellte 760 mm-Schmalspurstrecke nach Dubrovnik ab.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. E. Michael Jones: The Ghosts of Surmanci, South Bend (Indiana), Februar 1998
  2. Michael Sells: Crosses of Blood, Sociology of Religion, Wake Forest University, Winston-Salem, Herbst 2003
  3. Bojan Aleksov, Marian Apparitions and the Yugoslav Crisis, Central European University, Budapest, Juni 2004
  4. Bosnia Camp Guard Convicted in Denmark, New York Times, 23. November 1994

[Bearbeiten] Weblinks

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