Álvaro-de-Bazán-Klasse
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Die Álvaro-de-Bazán-Klasse, auch bekannt als F100-Klasse, besteht aus fünf als Fregatten klassifizierten Schiffen der spanischen Marine. Vier Einheiten sind bereits in Dienst gestellt. Das fünfte Schiff wurde erst nachträglich (2005) bestellt und wird voraussichtlich 2009 ausgeliefert werden. Eigentlich sind diese Schiffe als Mehrzweckschiffe ausgelegt, der Schwerpunkt liegt aber auf weiträumiger Luftabwehr.
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[Bearbeiten] Allgemeines
Die Schiffe wurden anfangs von Izar in Ferrol, Spanien gebaut, deren Rüstungssparte ging aber 2005 in Navantia auf, welche die Arbeiten am gleichen Standort fortführte. Jedes Schiff kostete etwa 385 Millionen Euro.
Die Fregatten sind 146,6 m lang und 18,6 m breit. Die maximale Verdrängung liegt je nach Quelle entweder bei 5800 t oder bei 6250 t. Die Höchstgeschwindigkeit beträgt 29 kn. Die Reichweite bei 18 Knoten beträgt 4500 Seemeilen.
Als Antrieb dienen zwei Caterpillar-Dieselmotoren mit je 4,5 MW und zwei LM2500-Gasturbinen von General Electric mit je 18 MW Leistung. Zur Kraftübertragung dienen 2 Wellen, welche 2 Schrauben antreiben.
Die Crew besteht aus 229 Personen, daneben können noch 21 weitere Personen untergebracht werden.
[Bearbeiten] Schiffsplattform
Die Álvaro-de-Bazán-Klasse wurde im Rahmen eines trilateralen Abkommens zur Entwicklung einer gemeinsamen Schiffsplattform zwischen der Bundesrepublik Deutschland, den Niederlanden und Spanien („Trilateral Frigate Cooperation“, TFC) entwickelt. In Deutschland wurde im Rahmen dieses Abkommens die Klasse 124 gebaut, in den Niederlanden die De-Zeven-Provinciën-Klasse
[Bearbeiten] Schiffsliste
| Schiffsnummer | Name | Stapellauf | in Dienst gestellt |
|---|---|---|---|
| F101 | Álvaro de Bazán | 23. Oktober 2000 | 19. September 2002 |
| F102 | Almirante Juan de Borbón | 28. Februar 2002 | 3. Dezember 2003 |
| F103 | Blas de Lezo | 16. Mai 2003 | Dezember 2004 |
| F104 | Méndez Núñez | November 2004 | März 2006 |
| F105 | Roger de Lauria | unbekannt | geplant für 2009 |
[Bearbeiten] Stealth-Technologie
Die Álvaro-de-Bazán-Klasse ist wie die meisten aktuell in Beschaffung oder in Planung befindlichen Zerstörer nach dem Stealth-Prinzip gebaut. Das heißt, dass die Schiffe so gebaut werden, dass sie schwer ortbar sind. Das wichtigste dabei ist, die Radarrückstrahlung zu reduzieren. Dafür müssen alle Außenwände schräg gestellt und speziell beschichtet sein. Auch Raketenstarter, Geschütze, Beiboote etc. müssen entsprechend verkleidet werden. Ein zweiter Punkt ist das Reduzieren der Wärmeabstrahlung, da diese von IR-Sensoren geortet werden kann. Das Hauptproblem sind hierbei die Abgase, die deshalb in einem kompliziertem Verfahren mit Luft durchmischt und abgekühlt werden, bevor sie ausgestoßen werden.
[Bearbeiten] Elektronik
Ein wesentliches Element der Elektronik ist das Aegis-Kampfsystem. Das Aegis ist ein Luftraumüberwachungs- und Gefechtsführungssystem, der Hauptbestandteil ist das AN/SPY-1D-3D-Mehrzweckradar. Aegis wird vom US-Konzern Lockheed Martin hergestellt. Die Álvaro de Bazán ist das erste europäische Schiff und die erste Fregatte, die mit diesem Seekriegssystem ausgerüstet wurde.
Außerdem ist noch ein AN/SPS-67-Oberflächensuchradar von Raytheon, ein Sonar vom gleichen Hersteller, Link 11, SatCom, ein FüWeS (Führungs- und Waffeneinsatzsystem) sowie ein Navigationsradar der Thales Group eingerüstet.
[Bearbeiten] Bewaffnung
[Bearbeiten] Lenkflugkörper und Torpedos
Als Hauptbewaffnung ist das Vertical Launching System Mk. 41 mit 48 Zellen eingebaut. Dieses kann SM-2, ESSM (im Quadpack, das heißt 4 Raketen in der selben Zelle) und BGM-109 Tomahawk verschießen. Von den Tomahawk werden 12, von den SM-2 24 und von den ESSM 48 Raketen mitgeführt.
Daneben sind noch zwei Vierfachstarter für Antischiffraketen AGM-84 Harpoon und 2 × 2 Mk. 32 Mod. 9 Torpedorohre für 12 Mark 46 Mod. 5 U-Bootjagdtorpedos vorhanden.
[Bearbeiten] Geschütze
Das Hauptgeschütz ist ein 5-Zoll-Schiffsgeschütz Mark 45 mit 54 Kaliberlängen von BAE Systems (ehemals United Defense).
Zur Selbstverteidigung gegen anfliegende Flugkörper ist außerdem noch ein 20-mm-Meroka-2B-CIWS eingebaut.
Um solche Anschläge wie einer auf die USS Cole (DDG-67) verübt wurde zu verhindern, sind außerdem noch zwei 20-mm-Maschinenkanonen vorhanden.
[Bearbeiten] Helikopter
Die Schiffe sind in der Lage einen US-Helikopter vom Typ Sikorsky SH-60B LAMPS III Seahawk einzusetzen. Dazu befindet sich am Heck ein großer Landeplatz (26,4 m lang) und direkt anschließend ein Hangar.
[Bearbeiten] Abgeleitete Exportversionen
- Auf der Álvaro-de-Bazán-Klasse basieren die von der norwegischen Marine bestellte Fregatten der Fridtjof-Nansen-Klasse. Zwei dieser Schiffe sind unter den Namen F310 Fridtjof Nansen und F311 Roald Amundsen bereits im Dienst, drei weitere werden bis 2010 ausgeliefert.
- Ebenfalls von der Álvaro-de-Bazán-Klasse abgeleitet ist die Hobart-Klasse der Royal Australian Navy. Die insgesamt drei Luftabwehrzerstörer dieser Klasse sollen bis 2017 in Dienst gestellt werden.
[Bearbeiten] Weblinks
- www.armada.mde.es (spanisch)
- www.hazegray.org (englisch)
- www.globalsecurity.org (englisch)
- www.naval-technology.com (englisch)

